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SGL will jetzt auch den dritten Streich

Lokalsport: SGL will jetzt auch den dritten Streich
Am Besten soll es für Andre Boelken (am Ball) und die SGL-Kollegen laufen gegen Opladen: Viele Fans, gute Stimmung - und ein Heimsieg. FOTO: matzerath
Langenfeld. Der Absteiger aus der Dritten Liga startete mit zwei Siegen in die Saison. Heute Abend wollen die Langenfelder gegen Aufsteiger HSG Siebengebirge ihre Erfolgsserie fortsetzen. Trainer Jurek Tomasik baut auch auf die eigenen Fans. Von Moritz Löhr

Was dieser Saisonstart für die SG Langenfeld (SGL) bedeutet, möchte Jurek Tomasik nicht endgültig bewerten. Natürlich seien die zwei Siege gegen den TuS Opladen und TV Aldekerk die erhofften Ergebnisse für seine Mannschaft, doch "mehr wissen wir erst nach sechs bis sieben Spielen", sagt der Trainer des Handball-Regionalligisten. Er will sich nur auf das zweite Heimspiel heute Abend (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen die HSG Siebengebirge konzentrieren. Ganz professionell, so wie der Drittliga-Absteiger auch seine ersten beiden Spiele in der neuen Liga absolvierte.

Nach Startschwierigkeiten drehte die SGL gegen Opladen einen klaren Rückstand noch zum 25:22. Und in Aldekerk gewannen die Gäste dank ihrer flexiblen Spielweise mit 25:21, als sie von ihrer 5:1-Deckung kurzer Hand auf 6:0 umstellten. Diese Variabilität ist für den Trainer einer der Hauptgründe für den guten Saisonstart. "Wir standen stabil, weil wir sehr viel investiert haben und jeder jederzeit an den Erfolg geglaubt hat", analysiert Tomasik.

Einen großen Anteil trägt auch Maurice Meurer, den die SGL kurzer Hand von TuSEM Essen verpflichtete. Sie hatte allen Grund nachzurüsten: Nach den langfristigen Ausfällen von Henrik Heider und Steffen Hambrock gingen den Grün-Weißen die Alternativen aus. "Uns blieb beinahe nichts anderes übrig", sagte der Sportliche Leiter Dennis Werkmeister. Sein Ziel - und auch das des Trainers, der zu dieser Saison Werkmeisters Posten übernahm - ist bekanntlich die Rückkehr in die 3. Liga. Wenn auch nicht in diesem Jahr. "Gegen Siebengebirge erwarte ich aber ganz klar einen Sieg", betont Werkmeister.

Der extrem robuste Aufsteiger ist kein Unbekannter für die Langenfelder. Schon vor zwei Jahren traf Langenfeld im Viertelfinale des Amateurpokals auf die Mannschaft und setzte sich durch. Einige Wochen später gewannen die Grün-Weißen sogar den Wettbewerb. In dieser Saison verlor die HSG wie die SGL noch keine Partie. Gegen den VfB Homberg gelang vor knapp drei Wochen der Auftaktsieg (29:26) und gegen Opladen kämpfte sich die Mannschaft vor zwei Wochen zu einem Remis (30:30). Am vergangenen Wochenende hatte der SGLGegner spielfrei.

Ein Vorteil für die Langenfelder, die ihre Regionalliga-Mannschaft seit dieser Saison als "Wild Boys" vermarkten, sollen wie schon beim Auftakt die Zuschauer werden. Schon gegen Opladen spielte die Langenfelder Mannschaft in eigener Halle vor mehr als 500 Zuschauern. Eine ähnliche Zahl erwartet die SGL in ihrem zweiten Spiel zwar nicht, aber ist dennoch optimistisch, dass nur wenige Plätze frei bleiben. "Das Publikum leistete in unserem ersten Spiel auch seinen Anteil für den Erfolg", betont Tomasik. Sein Vorgänger Werkmeister prognostiziert: "Ich denke schon, dass wir um die 400 Zuschauer in der Halle begrüßen können." Auf die 160 Dauerkarteninhaber sei ohnehin Verlass, bekräftigt der Sportliche Leiter.

Quelle: RP
 
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