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Lokalsport
Sieg für die jungen Wilden und "Opa" Smith

Leverkusen. Auch dank der souveränen Auftritte der zweiten Garde feierten die Giants einen verdienten 93:73-Erfolg gegen Würzburg.

Die letzten drei Minuten dürfte sich Damon Smith sehr alt vorgekommen sein. Der Power Forward der Bayer Giants ist zwar erst 28 Jahre alt, doch die Mitspieler, die ihm Achim Kuczmann in der Schlussphase gegen Würzburg an die Seite stellte, kamen dabei auf einen Altersschnitt von gerade 18,7 Jahren.

Nachdem sich Brandon Nazione mit zwei schnellen Schritten durch die gesamte Zone der Franken gewuchtet und den Ball spektakulär per Dunk zum zwischenzeitlichen 85:67 in den Würzburger Korb geschmettert hatte, war die Partie gelaufen. Für die Fans war es ein völlig neues Gefühl, schon Mitte des letzten Viertels zu wissen, dass ihnen das bislang gewohnte Herzschlagfinale erspart bleibt. So spendierte der Coach der Riesen vom Rhein Sören Queck, Marten Linßen, Marco Braun und Daniel Merkens ein bisschen mehr Spielzeit als gewohnt.

Die jungen Wilden und "Opa" Smith brachten den wichtigen 93:73 (46:40)-Erfolg souverän ins Ziel. Die Unbekümmertheit und die Ruhe der zweiten Garde kam für Kuczmann indes nicht überraschend. "Sie zeigen auch im Training, dass auf sie Verlass ist. Dass wir heute so problemlos viel wechseln konnten, war auch ein wichtiger Grund für den Sieg."

Kerry Carter bekam mehr Pausen als sonst und stand nur für 22 Minuten auf dem Feld, doch die reichten dem US-Boy erneut aus, um Topscorer der Partie zu werden. Tim Schöneborn stand nach seiner in Rhöndorf erlittenen Knieverletzung zwar im Kader, wurde in Absprache mit dem Spieler aber geschont. Michael Kuczmann klagte Anfang der zweiten Halbzeit über Beschwerden an der Achillessehne und bekam deshalb für den Rest der Partie eine Pause. "Im Notfall wäre es bei beiden vielleicht gegangen, aber dieses Risiko war heute nicht nötig", sagte der Bayer-Coach erleichtert.

Das lag auch an Smith, der unter beiden Körben mit guten Aktionen auffiel. "Damon hat einen tollen Job gemacht und uns heute vor allem in der Defense sehr geholfen." Aus dem Einzel- machte Kuczmann indes ein Kollektivlob. Mit ihrer Zonenverteidigung zwangen die Giants die Würzburger immer wieder zu Distanzwürfen oder schlechten Abschlüssen. Erst nach 29 Minuten traf Marcellus Barksdale den ersten Dreier für die Gäste, da war das Spiel aber schon verloren.

Das lag auch daran, weil die Giants trotz zweistelliger Führung im Schlussabschnitt (24:13) kein Prozent nachließen. "Es war wichtig, dass wir auch das letzte Viertel dominiert und damit dem Gegner klar gemacht haben: Hier gibt es nichts zu holen", meinte Kuczmann zufrieden. "Wir haben bis zur letzten Aktion den Ball gut bewegt, das zeigen auch unsere 26 Assists."

Giants: Carter (24), Nazione (21), Smith (7), Braun (2), Twiehoff (5), Linßen (6), Legankovas (5), Kuczmann (8), Merkens (6), Blessig (9), Queck.

(sl)
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