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Skateboard
Skateboarden wie ein Profi

Skateboard: Skateboarden wie ein Profi
Alex Ring fliegt mit dem Skateboard durch die Gegend - und der Langenfelder Nachwuchs schaut andächtig zu. Unten rechts: Trainer Nico Schlicht. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Alex Ring bringt gemeinsam mit Nico Schlicht dem Nachwuchs bei der SG Langenfeld das Fahren bei. Von Fabian Schmitt

Ein Werbefilm in Barcelona, eine Reise nach Stockholm - Alex Ring kommt viel herum. Es sind keine Urlaube: Alex Ring gehört zu den besten Skateboardern in Deutschland - und ist deshalb auch für die Werbe-Industrie ein gefragter Partner. Ganz nebenbei ist der 21-Jährige einer aus der Region - und bringt gemeinsam mit Nico Schlicht dem Nachwuchs der SG Langenfeld das Fahren auf dem "Rollbrett" bei.

Schlicht und Ring gründeten im Januar diesen Jahres eine Skateboardschule im Rahmen des Sportangebotes bei der SGL. Schon jetzt ist klar: Das Projekt ist ein voller Erfolg. Vielleicht liegt es an den berühmten Vorbildern, die doch selbst seit Dutzenden Jahren Skateboard fahren und neue Tricks entwickeln. Sie geben ihre Erfahrungen an den Nachwuchs im Alter von sieben bis zwölf Jahren weiter.

Zunächst hielt sich das Interesse noch in Grenzen, doch nun ist der Kurs mit zwölf angemeldeten Kindern ausgelastet. Eine angemessene Kleidung ist für die beiden Profis unerlässlich: "Natürlich müssen sich alle Kinder ausreichend vor Verletzungen schützen. Aus versicherungstechnischen Gründen ist eine komplette Schutzausrüstung Pflicht", sagt der 24-jährige Trainer Schlicht, der bei der SGL für den Jugendsport fest angestellt ist und neue, für die Jugend attraktivere Sportarten in den Verein implementieren soll.

Das Training findet jeweils dienstags von 17 bis 18 Uhr statt. Bei gutem Wetter wird auf der Skateboard-Anlage gegenüber dem Freibad (Langforter Straße 72) und bei Regen auf der Karl-Voß-Anlage geübt. "Wir bringen den Kindern bei, richtig auf dem Board zu stehen und Schwung zu holen. Sie können bei uns auch Tricks erlernen. Da kommt es aber darauf an, wie weit die Kinder sind", erklärt der routinierte Skateboarder Ring, "ab einem gewissen Niveau gibt es keinen Trainer mehr, der einen besser machen kann."

Dass der 21-jährige Sportler Ring seit geraumer Zeit selbst keinen Trainer mehr benötigt, ist ein Indiz für dessen Können. So gehört der Langenfelder zu den besten Skateboardern Deutschlands. Vor zehn Jahren fand er durch ein Konsolenspiel zum Skateboarding - der Startschuss für eine imposante Laufbahn. Regelmäßig nimmt Ring an den Deutschen Meisterschaften teil, die als Serien mit fünf Wettkämpfen pro Jahr ausgetragen werden. Dabei bewertet eine Kommission den Schwierigkeitsgrad der abgelieferten Tricks. Im vergangenen Jahr erreichte er gegen rund 60 Konkurrenten einen guten achten Platz. Ring: "Skateboarding ist einfach meine Leidenschaft geworden. Ich fahre fünf Mal pro Woche." Mehr als nur ein Hobby.

Was sein Erfolgsrezept ist? "Am wichtigsten ist es, sowohl mit Ehrgeiz als auch mit viel Spaß bei der Sache zu sein. Skateboarding wird von vielen als Zwang angesehen, was auf jeden Fall der falsche Ansatz ist. Ich mache mir keinen Druck", betont Ring, der im Oktober trotz seiner sportlichen Erfolge eine Ausbildung als Altenpfleger beginnen wird. Jene Haltung wollen Ring und Schlicht auch ihren Schützlingen vermitteln, damit die Kinder in der Skateboardschule für die Trendsportart begeistert werden.

Quelle: RP
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