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Lokalsport
Sportkeglerinnen gewinnen Spitzenspiel

Langenfeld. Das 4841:4809 gegen Herne war ein Krimi und Langenfeld schaffte erst in letzter Sekunde die Wende.

Spannender geht es kaum und der Ausgang der Partie war bis zum Schluss völlig offen. Und die Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld/Paffrath schienen im Spitzenspiel der NRW-Liga gegen Viktoria Herne auf dem Weg zu einer Niederlage zu sein, ehe sie übers packende Finale das Schlimmste noch verhindern konnten und mit dem 4841:4809 (2:1) am Ende "nur" den Zusatzpunkt abgeben mussten. "Dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind, haben wir einzig und allein unserem Schlussblock zu verdanken", sagte Teamsprecherin Manuela ter Haar.

Langenfeld lief von Beginn an hinterher. Der erste Block mit Anna Röhrig und Kathrin Schnepf sollte für den SKC die Weichen stellen, musste aber einen klaren Rückstand einstecken. Schnepf (819) begann zwar hervorragend, bekam jedoch in der zweiten Hälfte deutliche Probleme (bei den Neuner-Würfen). Röhrigs Auftritt blieb ohne große Höhen oder Tiefen (779), doch insgesamt reichten die Zahlen nicht für einen Vorsprung - im Gegenteil. Langenfeld lag nach dem ersten Block mit 30 Holz hinten.

Manuela ter Haar (770) erlebte im mittleren Block eine Berg- und Talfahrt, während Sandra Kaiser von Anfang an eine konzentrierte Leistung schaffte (816) und auf der letzten Bahn etwas zu wenig Glück hatte. Insgesamt hatten die Gastgeberinnen jetzt lediglich zwölf Holz aufgeholt und lagen auf den eigenen Bahnen weiter hinten (18 Holz), sodass nun alles vom letzten Block abhing. Hier lag der Druck auf Birgit Meierjohann und Doris Buschhaus - von denen allerdings bekannt ist, dass sie über sehr gute Nerven verfügen. Deshalb waren die Langenfelderinnen fürs Finale auch einigermaßen zuversichtlich.

Besonders erstaunlich: Meierjohann war gesundheitlich stark angeschlagen und wollte eigentlich gar nicht spielen, schaffte allerdings die Tagesbestleistung (853). Zusammen mit Buschhaus (804) lieferte sie gerade in der kritischen Lage einen beeindruckenden Nachweis ihrer Qualitäten. Als Langenfeld 15 Wurf vor Schluss noch immer mit 20 Holz hinten lag, legten Meierjohann/Buschhaus weiter zu und Neuner-Würfe in Serie hin. Deshalb schaffte der SKC die Wende zum fast nicht mehr für möglich gehaltenen 4841:4809 (2:1) und Herne musste sich mit einem Zähler begnügen.

In der Tabelle liegt Langenfeld mit 18 Punkten knapp vor den SK Kleve (ebenfalls 18) und der Viktoria (17). Der Vierte SKG Bielefeld (10) liegt bereits deutlicher hinter dem Spitzentrio und der Rest des Achterfeldes hat schon nach dem Ende der Hinrunde ebenfalls nichts mit dem Kampf um die Meisterschaft zu tun. Seine nächste Aufgabe bestreitet der Tabellenführer am 27. November (13 Uhr) beim Vorletzten KSC Neheim (fünf Punkte).

(joj)
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