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Steigen die Longhorns doch noch auf?

Lokalsport: Steigen die Longhorns doch noch auf?
Der Spielmacher: Langenfelds Quarterback Michel Fritsche (links) überzeugte durch gute Pässe. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der Football-Regionalligist wahrte seine Titelchance durch das 20:14 über Aachen. Die Partie des Titelkonkurrenten Essen in Troisdorf fiel aus. Lässt sich kein Nachholtermin finden, könnte die große Stunde der Langenfelder schlagen. Von Dorian Audersch

Das letzte Heimspiel der Saison brachte den Langenfeld Longhorns in der Regionalliga NRW ein hart erkämpftes 20:14 (7:0, 13:0, 0:7, 0:7) gegen die Aachen Vampires. Das Team um Headcoach Michael Hap musste vor allem in der Defensive viel investieren - und vorher einen herben Ausfall verkraften, weil die Saison für Daniel Berg vorbei ist. Da der Runningback starke Schmerzen spürte, hatte er sich untersuchen lassen. Diagnose: Mikrofraktur im Oberschenkelknochen.

Das vergangene Meisterschafts-Wochenende brachte außerdem eine relativ spannende Nachricht aus Langenfelder Sicht, denn die Partie der Troisdorf Jets gegen den Langenfelder Titelkontrahenten Essen Assindia Cardinals wurde abgesagt. Grund: Umbauten im Stadion der Troisdorfer, die überraschend auch den benachbarten Ausweichplatz mit Beschlag belegen. Nun müssen beide Vereine einen Erstatztermin finden - vor der Relegationsrunde, die Ende September beginnt. Sollte das nicht gelingen, fällt die Partie ersatzlos aus.

Damit wäre der bei Punktgleichheit entscheidende direkte Vergleich zwischen Essen und Langenfeld ausgehebelt, in dem die Longhorns knapp zurückliegen (19:24/14:10). Sollte Essen die Saison mit einem Spiel weniger beenden, greift ein Wert, der aus der Anzahl der erreichbaren und der tatsächlich geholten Punkte errechnet wird. Nach Bergs Ansicht wären hier die Longhorns vorne - und könnten über diesen Weg in die 2. Liga klettern.

"Das ist allerdings Zukunftsmusik", erklärt der Runningback, "eine interessante Konstellation ist es aber allemal." Ebenfalls denkbar sei jedoch, dass sich Essen und Troisdorf auf einen Tausch des Heimrechts einigen oder ein entsprechender Termin gefunden werde. "Wie auch immer das ausgeht - wir müssen unser letztes Spiel in Solingen gewinnen, wenn wir alle Chancen erhalten wollen", betont Berg.

Gegen Aachen zeigten die Longhorns vor allem bis zur Pause eine souveräne Leistung. Francois Rabilloud erreichte nach einem Lauf über sechs Yards die Endzone und Justin Wiedelbach nutzte die Chance für den Zusatzpunkt - 7:0. Im zweiten Quarter erhöhte Jens Walter nach dem 14-Yards-Pass von Quarterback Michel Fritsche auf 13:0. Der Versuch von Florian Zuber, aus dem Zusatzversuch eine Two-Point-Conversion zu machen, ging schief. Zuber war es auch, der nach einem sehenswerten Pass von Fritsche über 54 Yards zum Touchdown lief. Wiedelbach erhöhte auf 20:0.

Die klare Führung hätte beruhigend wirken sollen, doch es wurde noch turbulent an der Jahnstraße. Aachen kam bis kurz vor Schluss auf 14:20 heran - und ein weiterer Touchdown mit Zusatzpunkt hätte für den Auswärtssieg gereicht. "Zum Glück hat unsere Defense dann gehalten, als es darauf ankam", sagte Berg, "das ist am Ende unnötig knapp geworden, aber Sieg ist Sieg."

Die Longhorns wollen sich nun konzentriert auf ihr Saisonfinale am 6. September in Solingen vorbereiten. "Das wird ein ganz schweres Spiel", vermutet Berg, "aber wenn wir unsere Chance auf den Aufstieg wahren wollen, müssen wir gewinnen." Wie sich die Dinge bei den Cardinals entwickeln, kann Langenfeld ohnehin nicht beeinflussen.

Quelle: RP
 
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