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Tennis
Tennis-Talent bleibt auf dem Teppich

Langenfeld. Die erst 13 Jahre alte Isabel Heupgen gewann bei den Bergischen Meisterschaften als jüngste Spielerin aller Zeiten den Titel im Damen-Einzel A. Ruhe und Gelassenheit waren die Basis. Der Spaß am Sport darf dabei nicht zu kurz kommen. Von Fabian Schmitt

Natürlich will Isabel Heupgen ihre Freude nicht verbergen. "Ich bin schon ein bisschen stolz", betont die Langenfelderin, "der Erfolg fühlt sich gut an. Ich will aber auch nicht zu hoch fliegen." Das Tennistalent des TC Grün-Weiß Langenfeld (GWL) gewann kürzlich bei den 73. Bergischen Meisterschaften das Einzel der Damen A - als jüngste Siegerin aller Zeiten. Dass die 13-Jährige herausragende Leistungen vollbringen kann, ist seit geraumer Zeit klar, denn Heupgen spielt bereits seit 2013 für die ersten GWL-Damen - und in der 2. Verbandsliga sogar an Position eins.

Bei den Bergischen Meisterschaften erreichte die Langenfelderin das Finale gegen die Titelverteidigerin Alina Günther (SV Bayer Wuppertal). Weil Heupgen äußerst sicher und konzentriert agierte, holte sie sich gegen ihre rund zehn Jahre ältere Kontrahentin überraschend den Titel (7:5, 6:4). Marcus Heupgen, der Vater von Isabel, hält den Ball trotz des Triumphes flach: "Wir sollten das Turnier nicht zu hoch hängen. Das Feld war nicht so stark besetzt. Aber klar ist auch, dass Isabel die einzige jüngere Spielerin ist, die ansonsten bei Grün-Weiß zusammen mit den älteren Frauen trainiert."

Wie sie ältere Gegnerinnen bezwingen kann, weiß Heupgen genau - indem sie Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. "Ich habe die anderen die Fehler machen lassen", erklärt die 13-Jährige, "ich konzentriere mich sehr stark und dadurch kann ich die Gegner berechnen. Ich bin vom Kopf her stark."

Darüber hinaus kann die Langenfelderin die Kraft für harte Schläge aufbringen. "Ich weiß nicht, wie ich solche Schläge hinbekomme. Jedenfalls trainiere ich jeden Tag. Aber ich glaube sowieso, dass es mit am wichtigsten ist, dass der Kopf stark und gut ausgebildet ist", meint Heupgen, die die achte Klasse des Humboldt-Gymnasiums in Solingen besucht. In Zukunft wird sie versuchen, an ihrer Fitness zu arbeiten und noch schneller zu werden. Außerdem hat sich die Gymnasiastin vorgenommen, in "ferner" Zukunft mit 16 Jahren den Trainerschein in Angriff zu nehmen, um ein wenig Geld zu verdienen.

Dass die ganz große Tenniskarriere als Profi nicht zwangsläufig klappen wird, ist ihr bewusst. Für Isabel Heupgen ist der Spaß auf jeden Fall sehr wichtig - und eine ordentliche Portion Ehrgeiz darf nicht fehlen. Kurz nach ihrem Erfolg bei den "Großen" freut sie sich schon sehr auf die U-14-Bezirksmeisterschaften der Jugend (ab 20. Juni). "Ich konzentriere mich weiter auf die nächste Aufgabe", betont Heupgen. Obwohl sie erst 13 ist, macht sie einen abgeklärten Eindruck.

Quelle: RP
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