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Lokalsport
Top im Testspiel: Langenfelder beherrschen den Drittligisten

Langenfeld. Der überzeugende Handball-Oberligist SGL siegte bei der SG Schalksmühle-Halver mit 29:27. Mitte der zweiten Hälfte gab es sogar eine Zehn-Tore-Führung - 26:16. Herausragendes lieferte André Boelken ab. Von Michael Deutzmann

Der Favorit aus der höheren Klasse musste schlucken und der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) dürfte ebenfalls ziemlich verblüfft gewesen sein - über sich selbst. Die Mannschaft um Trainer Dennis Werkmeister hatte den Test beim Drittligisten SG Schalksmühle-Halver über weite Strecken im Griff und gewann deshalb verdient mit 29:27 (18:11). Das Resultat fiel sogar schmeichelhaft aus für die Gastgeber, weil die lange hoch führenden Langenfelder erst ganz kurz vor Schluss ein paar Nachlässigkeiten einstreuten und den Hausherren etwas Ergebniskosmetik gestatteten. Werkmeister machte einen sehr zufriedenen Eindruck, weil bei seiner Mannschaft viele Teile zusammenpassten.

Schalksmühle hatte einige sonstige Stammkräfte nicht an Bord - wie die SGL, sodass hier Chancengleichheit herrschte. Langenfeld musste auf André Eich, Sven Kniesche, Matthias Herff, Max Adams und Torhüter Tobias Hanke verzichten (Urlaub, verletzt, dienstliche Gründe). Nach zehn Minuten erlitt dann Dustin Thöne eine Risswunde und stieg vorzeitig aus. Der Oberligist steckte alle Handicaps unbeeindruckt weg, zumal die Deckung mit Andreas Nelte und Tim Menzlaff in der Zentrale erstklassige Arbeit leistete. Im Zusammenwirken mit den Keepern Tobias Geske und Alexander Riebau legte der Abwehrverbund eine ideale Basis für Tempogegenstöße hin. "Wir haben allein zwölf Tore über die erste Welle gemacht", betonte Werkmeister.

Die SGL lag immer vorne - 3:0 (4.),7:6 (14.), 13:7 (23.), 16:11 (28.), 18:11 (30.), Nachher verkürzte der Drittligist erst auf 15:20 (36.), ehe Langenfeld bis zum 26:16 (44.) mit der höchsten Führung antwortete. Herausragend: Mittelmann André Boelken, der es als antreibender Regisseur auf 13 Treffer brachte (davon fünf Siebenmeter).

Werkmeister sah nicht nur das mit Genugtuung - sondern noch einen anderen Punkt: "Das Schöne ist, dass wir immer eine sehr gute Mannschaft hinstellen können -egal, wer gerade fehlt." Damit will er wohl sagen, dass sein auf vielen Positionen zumindest doppelt besetztes Team nicht so einfach auszurechnen ist. Und das klingt drei Wochen vor dem Beginn der Meisterschaft irgendwie sehr nach einer Kampfansage an die Konkurrenz.

SGL: Riebau, Geske - Thöne, Wolter (3), Heider (1), Preissegger (2), Menzlaff (4), Schickhaus (2), Stolley (2), Boelken (13/5), Zimmermann, Nelte (2).

Quelle: RP
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