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TuSpo taucht aus der Versenkung auf

Lokalsport: TuSpo taucht aus der Versenkung auf
Wir schaffen es: Der Vorsitzende Rainer Broichgans kämpft für eine bessere Richrather Zukunft. FOTO: RP-Foto. Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Der frühere Fußball-Verbandsligist Richrath hatte sich kurz nach dem Beginn der vergangenen Serie aus der Bezirksliga zurückgezogen. Der Vorsitzende Rainer Broichgans und Trainer Daniel Honnef wagen den Neustart in der Kreisliga. Von Moritz Löhr

Rainer Broichgans ist spürbar erleichtert. "Es sieht gut aus", sagt der Erste Vorsitzende des Fußball-Kreisligisten TuSpo Richrath mit Blick auf die kommende Spielzeit. In der Saison 2015/2016 wird im Langenfelder Norden definitiv wieder Fußball gespielt. Im vergangenen Jahr mussten die Richrather Anhänger lange auf fußballerischen Darbietungen ihrer Mannschaft verzichten, da der Verein sein chancenloses Team nach nur drei Spieltagen vom Spielbetrieb in der Bezirksliga abmeldete. Die damalige Zielsetzung: Wir sammeln uns und starten im nächsten Jahr einen Neuanfang in der Kreisliga A.

Und da stehen sie nun. 19 Leute konnte der neue Trainer Daniel Honnef in Kooperation mit dem reaktivierten Sportlichen Leiter Uwe Gehlhaar fürs Projekt gewinnen, das am 9. Juli mit dem ersten Training startet. Schon im Januar hatte der Ex-Berghausener Honnef angekündigt, auf einen sehr jungen Kader zu setzen. Den Verantwortlichen blieb wohl auch nicht viel anderes übrig - und das Durchschnittsalter liegt jetzt unter 22 Jahren.

Die Finanzen und der Ruf des Vereins erleben schwere Zeiten, so dass selbst die Jungspunde, die zuletzt in der Regel im Jugendbereich aktiv waren, in intensiven Gesprächen erst überzeugt werden mussten. "Ganz so einfach war es nicht", sagt Broichgans, der die Erklärung mitliefert: "Ich habe kein Geld." Nur eine geringe Siegprämie bekämen die eingesetzten Spiele und so "ein bisschen Anerkennung".

Seit dem Beginn seiner Arbeit in Richrath dreht der Vereinsboss den Geldhahn praktisch überall zu - beginnend beim Etat der Spieler und Trainer. "Früher konnte man als Trainer zu TuSpo Richrath gehen und verdienen, was man wollte", sagt Broichgans, "diese Regel habe ich als Erstes abgeschafft." Das finanzielle Scheitern früherer Vorstände aufzuarbeiten, stehe auf seiner Prioritätenliste ganz oben.

Mittlerweile spricht Broichgans immerhin von einer "weitaus besseren finanziellen Situation" als 2014. TuSpo muss sich auch nicht mehr um finanziell bedingte Unstimmigkeiten mit früheren Spielern sorgen, weil die Fälle geklärt sind. Mit Sponsoren sei man weiter in Gesprächen, aber die Tinte hier noch nicht trocken. Sicher ist, dass der langjährige Hauptsponsor (Autohaus Lindemann) nicht wieder einsteigen wird.

Insgesamt ist Richraths Vorsitzender trotzdem zuversichtlich: "Es geht wieder aufwärts." Sportliche Glanzleistungen sind damit aber ncht gemeint, denn als das oberstes TuSpo-Ziel gilt der Klassenerhalt. "Das ist das einzig Vernünftige", meint Broichgans, "wir haben keinerlei Ambitionen, da irgendwo oben mitzuspielen." Er und wohl alle Richrather sind vorerst und vor allen Dingen froh, dass jetzt am Schlangenberg überhaupt wieder Fußball gespielt werden kann.

Quelle: RP
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