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Ur-Berghausener steigt freiwillig ab

Lokalsport: Ur-Berghausener steigt freiwillig ab
Martin Czogalla ist nicht nur bei Kopfbällen ein gefährlicher Spieler - der neue Abwehrchef des HSV Langenfeld kann auch am Fuß sehr gut mit dem Ball umgehen. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Martin Czogalla verließ den Bezirksligisten nach 17 Jahren und will nun den HSV Langenfeld voranbringen. Dort wird er Abwehrchef. Von Fabian Schmitt

Martin Czogalla gehörte eine halbe Ewigkeit zu den absoluten Leistungsträgern beim Fußball-Bezirksligisten SSV Berghausen. Der Defensivspieler trug 17 Jahre lang den SSV-Dress - und war auch bei den Senioren ein unumstrittener Stammspieler. Dass Czogalla nun zum Kreisligisten HSV Langenfeld wechselte, konnten sich die Berghausener nicht erklären. "Das Konzept von Daniel Gerhardt hat mich überzeugt, den Schritt zu wagen. Beim HSV wird mit jungen Spielern gearbeitet. Trotzdem ist mir der Abschied aus Berghausen sehr schwergefallen und der Kontakt zu den Jungs bleibt weiter bestehen", erklärt der 24-jährige Czogalla.

Der neue Trainer Daniel Gerhardt entfacht derzeit tatsächlich beim HSV eine regelrechte Aufbruchstimmung. Schließlich versucht er, seiner Mannschaft einen neuen Spielstil einzuimpfen. So soll nun ein Pressing gespielt werden und das Team soll noch offensiver auftreten. Außerdem konnte der Verein starke Neuzugänge verpflichten, wie etwa Demetrio Scelta, Samet Topcu (beide SSV Berghausen) oder Jens Weidenmüller (SC Reusrath) - oder eben Martin Czogalla. Dass dieser mit HSV-Physiotherapeut Patrick Schneider, Jens Weidenmüller und Scelta befreundet ist, hat seinen Wechsel-Gedanken zusätzlich reifen lassen.

Darüber hinaus wird Czogalla bei seinem neuen Verein mit offenen Armen empfangen. Der Innenverteidiger soll zu einer echten Stütze werden. "Martin ist ein absolut positiver Typ", meint Gerhardt, "er ist menschlich und fußballerisch für den HSV eine absolute Bereicherung. In der nächsten Saison soll er gleich unser Abwehrchef werden. Hoffentlich bleibt Martin lange unserem Klub erhalten."

Czogalla bewies bereits eine Liga weiter oben in Berghausen, dass er eine Mannschaft führen kann. Dort war er in den vergangenen Jahren der Vize-Kapitän. Obwohl der Defensivspieler erst 24 Jahre alt ist, hat er in seinen fünf Jahren bei den Senioren bereits viele Erfahrungen gesammelt. "Ich will jetzt auf jeden Fall auch beim HSV wieder Verantwortung übernehmen", betont Czogalla, der als Serviceingenieur tätig ist. Weil er im Außendienst arbeitet, ist er zeitlich immer stark eingespannt - auch da kommt ihm die Kreisliga ein wenig entgegen.

Mit seinen 1,94 Meter genießt Czogalla meistens auf dem Platz Lufthoheit. Dass er sich bei Eckbällen immer nach vorne schleicht, ist sicherlich kein Wunder. Während der Innenverteidiger trotz seiner Größe eine ordentliche Geschwindigkeit erreichen kann, baut er auch das Spiel mit auf. "Ich bin ein echter Kämpfer, der auch seine Kopfballstärke immer mit einbringen will", sagt Czogalla.

Unlängst gab die Vereinsführung das Ziel aus, dass die Mannschaft innerhalb der kommenden drei Jahre den Aufstieg in die Bezirksliga erreichen solle. Für den Innenverteidiger ist diese Vorgabe realistisch: "Das Ziel des Vereins ist klar. Ich bin der Meinung, dass das Potenzial für den Aufstieg auf jeden Fall da ist. Wenn wir alle fit sind, ist das möglich. Für dieses Jahr nehmen wir uns aber nur vor, unter die ersten drei Mannschaften zu kommen."

Eins ist sicher: Wenn Czogalla in der kommenden Serie mit dem HSV auf den Aufsteiger SSV Berghausen II trifft, stehen ihm zwei emotionale Spiele bevor.

Quelle: RP
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