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Viele Abgänge, viele Neue: Umbau der Handballer braucht seine Zeit

Lokalsport: Viele Abgänge, viele Neue: Umbau der Handballer braucht seine Zeit
Volle Kraft voraus: Christian Mergner (Mitte) und die Langenfelder Handballer müssen wieder eine schwierige Aufgabe lösen. FOTO: Ralph matzerath
Langenfeld. Der Regionalligist SG Langenfeld steht mit 6:2 Punkten auf Platz drei gut da, konnte aber spielerisch bisher selten überzeugen. Heute kommt Köln-Wahn. Von Michael Deutzmann

Die Ergebnisse stimmen in der Regel, aber rund läuft noch lange nicht alles beim Handball-Regionalligisten SG Langenfeld (SGL). In der Meisterschaft steht das Konto bei 6:2 Punkten - nach dem 25:22 gegen den TuS 82 Opladen, dem 25:21 beim TV Aldekerk, dem 27:26 gegen die HSG Siebengebirge und dem 23:26 bei der HSG Neuss/Düsseldorf II. Die Tordifferenz des Tabellendritten von 100:95 Treffern belegt ziemlich klar, wo der Schuh drückt. "In der Deckung kriegen wir es schon ganz gut hin", sagt Trainer Jurek Tomasik, "ansonsten müssen wir noch viel an unserem Spiel arbeiten." Soll heißen: Im Jahr eins nach dem Abstieg aus der 3. Liga und einer größeren personellen Umstrukturierung braucht Langenfeld vor allem Zeit, um an den Abläufen zu feilen.

Sechs Kräfte aus dem Erfolgsteam der vergangenen Jahre sind nicht mehr dabei: Tim Menzlaff (Leichlinger TV), Dustin Thöne (Longericher SC), Tobias Geske (HG Remscheid), Andreas Nelte, Matthias Herff und Alexander Klimke (alle zweite Mannschaft/Verbandsliga). Neue waren zuerst Mats Heyde, Felix Korbmacher (beide Bergischer HC II), Christian Mergner (Leichlinger TV), Jan Schirweit Mettmann-Sport) und Fabian Bremer (nach Studium in Münster zurück). Ab dem zweiten Spieltag stieß kurzfristig der zuletzt für TuSEM Essen tätige Rückraumspieler Maurice Meurer hinzu. Schon die eingespielte Drittliga-Besetzung um den Top-Torschützen Tim Menzlaff brachte es bei 830 erzielten Toren nur auf knapp 28 Treffer pro Partie. Dass sich die deutlich jüngere und umgebaute Mannschaft jetzt manchmal schwertut, darf keinen ernsthaft wundern.

Der 31:19 (20:16)-Sieg in der zweiten Runde des Niederrheinpokals beim Verbandsligisten TV Geistenbeck war der beste Beleg für die regelmäßig vorkommenden Höhen und Tiefen. Nach dem 8:8 (13.) sicherte sich der Regionalligist bis zur Halbzeit einen 20:16-Vorsprung und nach dem Wechsel hatte er das Geschehen lange unter Kontrolle. In der Endphase setzten die Hausherren alles auf eine Karte und konnten vom 26:30 (56.) auf 29:30 verkürzen (60.), ehe die SGL zehn Sekunden vor der Schluss-Sirene den 31:29-Endstand schaffte.

Ganz besonders schwierig war das Spiel für Maurice Meurer, der sich wegen einer blutenden Platzwunde über dem Auge nur als Teilzeitkraft betätigen konnte. Langenfeld hofft, den Neuzugang heute Abend (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) im Spiel gegen den TV Jahn Köln-Wahn wieder einsetzen zu können - weil die betreffende Stelle nicht genäht werden musste. Ausgerechnet der Rückraum der SGL ist ohnehin ausgedünnt, weil Steffen Hambrock und Henrik Heider (beide Knie) weiter ausfallen.

Wahn kam in der vergangenen Serie als Dritter ins Ziel und erwischte bislang einen eher durchwachsenen Saisonstart. So gab es zwar einen 33:29-Erfolg beim Drittliga-Absteiger SG Ratingen, aber auch ein 21:27 beim TuS 82 Opladen - jenem Team, das die SGL am ersten Spieltag bezwingen konnte. "Wir müssen in kleinen Schritten nach vorne gehen", betont SGL-Coach Tomasik, der natürlich gegen einen weiteren Heimsieg wenig einzuwenden hätte. Ein Punkt ist dabei seiner Ansicht nach nie verhandelbar: "Die Einstellung muss stimmen, das ist die Grundvoraussetzung." Dann könnte am Ende vielleicht auch diesmal das Ergebnis wieder stimmen.

Quelle: RP
 
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