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Lokalsport
Volleyballerinnen liegen am Boden

Langenfeld. Die Drittliga-Frauen der SG Langenfeld unterlagen am letzten Spieltag nach einer enttäuschenden Vorstellung mit 1:3 gegen den TV Cloppenburg. Das Team von Trainer Michael Wernitz war offensichtlich dem Druck nicht gewachsen. Von Fabian Schmitt

Die Ausgangslage war noch sehr günstig. Außerdem kamen mehr als hundert Zuschauer in die Sporthalle Hinter den Gärten, um die Drittliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) beim Saison-Abschluss gegen den TV Cloppenburg zu unterstützen - so viele wie noch nie in dieser Saison. Außerdem konnte SGL-Trainer Michael Wernitz fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Die Mannschaft brauchte darüber hinaus nur einen Punkt, um ganz sicher die Klasse zu halten. Weil die Langenfelderinnen den Schwung trotzdem nicht mit ins Spiel nehmen konnten, zogen sie mit 1:3 (17:25, 11:25, 25:23, 19:25) den Kürzeren. Deshalb müssen sie in die Regionalliga West absteigen.

"Wir waren dem Druck nicht gewachsen und in einigen Aktionen zu verkrampft", urteilte Wernitz. Das Schlusslicht SV Wietmarschen (drei Zähler), der Neunte TV Gladbeck II (21) und eben der Achte Langenfeld (24) stehen als Absteiger fest. Die SGL landete mit acht Siegen knapp hinter dem punktgleichen Siebten VC Nienburg (neun Erfolge).

Natürlich waren die Langenfelderinnen sehr enttäuscht. "Wir standen uns selbst im Weg", meinte Vanessa Aurbach, "unsere Annahme war nicht gut und die Sicherheit war einfach nicht da." Bereits im ersten Satz (17:25) streuten die Langenfelderinnen zu viele individuelle Fehler ein und die Gäste wirkten konzentrierter. Beim Stande von 16:16 verlor die SGL den Anschluss (16:21) und sie fand nicht mehr zurück.

Im zweiten Abschnitt (11:25) traten die Gastgeberinnen, die beim 9:16 bereits hoffnungslos zurücklagen, sogar noch schwächer auf. "Wir haben die ersten beiden Sätze verpennt", stellte Zuspielerin Carina Zandt fest. Trainer Wernitz hielt dann vor dem dritten Durchgang (25:23) eine Ansprache, um sein Team neu zu motivieren. Und die SGL steigerte sich, denn sie agierte nun viel kraftvoller (13:12). Dann konnte Langenfeld den Rückenwind allerdings nicht in den vierten Abschnitt transportieren (19:25). Die SGL startete schlecht, weil ihr in den Angriffen Entschlossenheit und Mut fehlten (7:14, 12:15). Damit war die Niederlage besiegelt.

Nachher brauchten die Langenfelderinnen erst etwas Zeit, um das enttäuschende Aus zu realisieren. "Der Abstieg ist einfach bitter", sagte die erkrankte Tina Steinacker, die ihr Team von der Bank aus unterstützte. Die SGL wusste die sehr günstige Ausgangslage nicht zu nutzen. Was bleibt? Langenfeld kann in der nächsten Serie 2016/2017 in der Regionalliga den Aufstieg anpeilen.

SG Langenfeld: Althaus, Kiss, Zandt, Braun, Tillmann, Eisler, Dechow, Aurbach, Dietrich, Dietzsch, Tänzler.

Quelle: RP
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