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Lokalsport
Volleyballerinnen müssen sich steigern

Lokalsport: Volleyballerinnen müssen sich steigern
Suchende: Jana Nahrstedt und Diana Kiss (hinten, von links) wollen mit der SGL in Münster die richtigen Lösungen finden. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die Regionalliga-Frauen der SG Langenfeld stehen beim Ersten Münster II vor einer Reifeprüfung.

Es gehört zu den ungeschriebenes Gesetz des Sports - die erstaunlich sind, aber häufig zutreffen. Wer im Abstiegssumpf steckt, verliert oft selbst dann, wenn er im Grunde eine sehr ordentlicher Vorstellung gezeigt hat. Wer dagegen auf einer Welle der Euphorie segelt, kann häufiger auf das Glück bauen und enge Duelle für sich entscheiden. Das traf zuletzt auch auf die in den vergangenen Wochen aufstrebenden Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) zu, die in der Regionalliga nach einer äußerst durchwachsenen Leistung mit 3:1 gegen das angeschlagene Schlusslicht TV Gladbeck II gewannen.

Die Langenfelderinnen produzierten zahlreiche Eigenfehler. Außerdem erinnerte die schwache Annahme an die vergangene Abstiegssaison in der 3. Liga. "Ich weiß nicht, woran das alles gelegen hat", sagt SGL-Trainer Michael Wernitz. "vor dem Spiel hatte ich noch eine Ansprache gehalten, in der ich die Bedeutung von Aufschlag, Block, Verteidigung, Feldabwehr und Angriff erläutert habe. Davon wurde leider nur sehr wenig umgesetzt."

Im Laufe des dritten Satzes waren immerhin vielversprechendere Ansätze erkennbar, bei denen die SGL im Block stabiler wirkte und zielstrebigere Angriffe vortrug. Außer Vivien Tänzler und Lara Dietrich konnten sich jedoch keine weiteren Spielerinnen nachhaltig empfehlen. "Alle anderen Mädels waren zu sehr mit Fehlern behaftet. Wir müssen uns schnell den Mund abputzen, nachdem wir teilweise schwer verdauliche Kost geboten haben. Das ist jetzt aber egal, weil nur die drei Punkte zählen", betont der SGL-Coach, dessen Team zurzeit auf dem dritten Rang liegt und nun morgen (16 Uhr) zum Spitzenspiel beim Ersten USC Münster II antritt.

In Münster will sich die SGL wieder von ihrer besseren Seite zeigen - was für ein gutes Resultat auch dringend erforderlich sein dürfte. "Vielleicht war das letzte Spiel von uns nur ein Aussetzer", hofft Wernitz, "auf jeden Fall müssen wir uns ab sofort in der Einstellung, im Auftreten und in den individuellen Leistungen steigern, um schadlos nach Hause fahren zu können. Wir brauchen zwölf fitte und konzentrierte Spielerinnen." Münster II zeigt bisher eine hervorragende Saison und erlitt erst eine Niederlage - die mit dem 2:3 beim Abstiegskandidaten Post Telekom SV Aachen II sogar einigermaßen überraschend war.

(fas)
 
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