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Lokalsport
Volleyballerinnen planen neue Saison

Langenfeld. Der Drittliga-Absteiger SG Langenfeld belegte Platz zwei im Bezirkspokal. Birgit Dechow geht, Vanessa Aurbach hört auf. Von Fabian Schmitt

Vor einigen Wochen mussten die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) den Abstieg aus der 3. Liga West in die Regionalliga verkraften. Inzwischen erreichte die Mannschaft von Trainer Michael Wernitz immerhin noch einen zweiten Platz im Bezirkspokal Ruhr, weil sie erst im Finale gestoppt wurde und hier gegen den Oberligisten DSC 99 Düsseldorf deutlich mit 0:3 (23:25, 18:25, 19:25) den Kürzeren zog. Wernitz zeigte sich als fairer Verlierer: "Düsseldorf war einfach stärker als wir. Sie hatten die besseren Aufschläge und den stabileren Block. Ich glaube sogar, dass wir nach drei weiteren Sätzen nicht besser abgeschnitten hätten."

Im Halbfinale bezwang die SGL den Regionalligisten VCE Geldern mit 3:0 (25:20, 27:25, 25:16). Langenfeld lag zwar im ersten Satz zurück (15:16), doch durch die guten Aufschläge von Spielführerin Diana Kiss konnte der Ex-Drittligist den Durchgang drehen (18:16/25:20). Geldern hatte jetzt Probleme im Aufbau, während die SGL sehr leidenschaftlich auftrat.

Im zweiten Abschnitt ließ der VCE einen Satzball aus (21:24), ehe Wernitz' Team über wirkungsvolle Aufschläge von Felicitas Christ und Jessica Eisler den Umschwung einleitete (27:25). Wernitz: "Geldern hatte sich viel vorgenommen und zwei starke Angreiferinnen dabei, aber wir haben ihnen die Lust am Spiel genommen." Dank einer überzeugenden Verteidigung gewann die SGL auch den dritten Satz (25:16).

Im Finale traf Langenfeld auf Düsseldorf, das im zweiten Halbfinale gegen den Oberligisten ART Düsseldorf ebenfalls mit 3:0 gesiegt hatte. Dabei wirkte für den Gegner auch Sabine Dreßen mit, die vor ein paar Jahren noch für die SGL aufgelaufen war. "Düsseldorf hat eine fantastische Verteidigung gestellt", lobte Wernitz, dessen Mannschaft insgesamt ohne Chance blieb.

Im ersten Satz war Langenfeld in der Annahme wirkungslos und kam nicht am gegnerischen Block vorbei (7:8, 8:13, 10:19). Danach zeigte die SGL erneut viel Einsatz, doch es reichte nicht (8:8, 11:13, 16:23, 18:25). Ab dem 18:18 im dritten Abschnitt fehlte dann die Kraft, sodass bald alles gelaufen war (18:25). "Die Mädels haben sich bemüht und sich insgesamt gut verkauft. Im ersten Spiel haben wir trotz der Bedrängnis die Oberhand bewahrt und im Finale war für uns nicht mehr drin", fand Wernitz.

Mittlerweile steht fest, dass Birgit Dechow die SGL verlassen wird, weil sie die weite Anreise aus der Vor-Eifel nicht mehr auf sich nehmen will. Vanessa Aurbach, die viele Jahre ein Garant für glänzende Leistungen voller Leidenschaft war und sich noch als Trainerin in der Jugendabteilung engagiert, beendet zudem ihre Laufbahn. Wernitz und die anderen Spielerinnen werden jetzt ausloten, wer aus dem bisherigen Kader bleibt - und wann die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

Quelle: RP
 
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