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Volleyballerinnen quälen sich zum Erfolg

Lokalsport: Volleyballerinnen quälen sich zum Erfolg
Bodenkontakt: Carina Zandt und die Langenfelder Regionalliga-Volleyballerinnen taten sich diesmal extrem schwer. FOTO: Ralph Matzerath (Archiv)
Langenfeld. Regionalliga-Frauen der SG Langenfeld gewannen trotz einer schwachen Vorstellung noch mit 3:1 gegen den TV Gladbeck II. Von Fabian Schmitt

In der vergangenen Saison streuten die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) bisweilen viel zu viele Fehler in der Annahme ein. Anders war es bisher in der laufenden Regionalliga-Serie, weil sich das Team von Trainer Michael Wernitz in diesem Bereich Schritt für Schritt zu steigern wusste. Jetzt gab es im Spiel gegen den TV Gladbeck II einen deutlichen Rückfall in alte Zeiten - der sich aber für den Tabellendritten letztlich nicht mal negativ aufs Ergebnis auswirkte. Die SGL musste zwar einen hohen Aufwand treiben, gewann dann allerdings auch mit 3:1 (20:25, 25:20, 25:22, 25:23). "Es war ein qualvoller und mühsamer Sieg, weil wir in keinem der Sätze nur annähernd eine normale Leistung abgeliefert haben", fand Wernitz, den Mark Nahrstedt ab sofort auch offiziell als neuer Co-Trainer der SGL-Damen unterstützt.

Gladbeck reiste mit einem von Talenten gespickten Team an und trat im ersten Satz sehr engagiert auf - offensichtlich ausgestattet mit einem festen Plan. So gab es immer wieder gezielte Aktionen über die Mittel-Angreiferinnen und das Hinterfeld. Die SGL drehte den Durchgang vom 6:9 zum 16:4, ehe sie wieder vermehrt Fehler einstreute und in Rückstand geriet (20:25).

Der zweite Abschnitt verlief zunächst ausgeglichen (8:9, 10:11), bevor die SGL beim Stande von 15:18 aufwachte. Gefährliche Aufschläge und gute Angriffe brachten tatsächlich die Wende zum Satz-Ausgleich (25:20). Anschließend lag die SGL früh mit 0:4 zurück und machte sich das Leben selbst schwer. Wernitz: "Ich hatte die Sorge, dass bei uns wieder ein kleiner Einbruch eintreten würde. Dann haben wir uns stabilisiert und die beste Leistung des Spiels gezeigt." Langenfeld stand nun besser im Block und trug zielstrebigere Angriffe vor - 10:7, 20:14, 25:22.

Die Zuschauer, die Langenfeld die Daumen drückten, mussten dann im vierten Satz bis zum Happy End noch einmal starke Nerven haben. Wernitz fällt ein klares Urteil: "Da waren ganz seltsame Ballwechsel dabei, in denen man Volleyball nur vermuten konnte. Das war sehr sparsame Kost, die schwer zu verdauen war." Auf der Zielgeraden halfen den Gastgeberinnen auch zwei unglückliche Schluss-Aktionen der Gladbecker Gäste (17:16, 23:21, 25:22).

Obwohl Langenfeld insgesamt enttäuschte, gab es auch zwei Lichtblicke. Erstens war Vivien Tänzler auf der Diagonal-Position ein guter Ersatz für Jana Nahrstedt - unter anderem durch zwei spektakuläre Abwehrszenen. Zweitens rechtfertige Lara Dietrich, die für Sarah Brust auf der Außen-Position zum Einsatz kam, das in sie gesetzte Vertrauen.

In der Tabelle liegt Langenfeld (13 Zähler/14:9 Sätze) nur hauchdünn hinter dem punktgleichen Zweiten SG SV Werth/TuB Bocholt (14:8 Sätze). Aktueller Spitzenreiter ist der USC Münster II (16 Punkte/17:5 Sätze), dessen Qualitäten die Langenfelderinnen bald testen können. Am Samstag (18 Uhr) tritt die SGL zum Top-Spiel in Münster an. Um eine realistische Chance auf einen Erfolg zu haben, werden alle Langenfelderinnen sicherlich wieder hellwach auftreten müssen.

SG Langenfeld: Steinacker, Althaus, Kiss, Zandt, Lakicevic, Tänzler, Tillmann, Eisler, Nahrstedt, Brust, Dietrich, Brauns.

Quelle: RP
 
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