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Warum ein Torhüter so viel Arbeit hat

Lokalsport: Warum ein Torhüter so viel Arbeit hat
Wir schaffen das! Langenfelds Keeper Tobias Geske ist keinTyp, der seine Emotionen bei der Arbeit im Tor unbedingt zurückhält. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Langenfeld. Tobias Geske ist beim Handball-Oberligisten SG Langenfeld die Nummer eins auf dem Posten zwischen den Pfosten. Viel Unterstützung hatte er in den ersten Spielen der Saison nicht. Gegen Rheinhausen ist aber Tobias Hanke wieder da. Von Michael Deutzmann

In den vergangenen Wochen war er bisweilen als Ein-Mann-Unternehmen unterwegs. Deshalb hatte Tobias Geske im Tor des Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) auch viel zu tun. Beim 24:24 am ersten Spieltag gegen den ART Düsseldorf hatte er kein Netz und keinen doppelten Boden zur Verfügung. Beim 32:27 in Homberg erledigte er den Löwenanteil der Arbeit ebenfalls allein, denn nur bei einem Siebenmeter entlastete ihn der zum spielenden Co-Trainer gewordene Routinier Thorsten Scholl. Beim 26:25 gegen den TV Aldekerk saß der aus der zweiten Mannschaft hochgerückte Alexander Riebau auf der Bank, kam aber im Top-Spiel nicht zum Einsatz. Das war auch nicht nötig, denn Geske lieferte eine brillante Leistung ab. Das 30:38 im Spitzenspiel beim Tabellenführer Borussia Mönchengladbach erwischte Geske und Riebau auf dem falschen Fuß, weil sie hinter einer löchrigen Abwehr praktisch keinen Ball zu fassen bekamen.

Die zweite Runde des HVN-Pokals am vergangenen Wochenende beim Verbandsligisten TV Ratingen (32:25) war erneut ein Solo für Geske - der wegen einer Erkrankung in Mönchengladbach bereits geschwächt war und anschließend eine Trainingspause einlegen musste. Jetzt ist Linderung in Sicht - obwohl Geske die Belastung allgemein als nicht tragisch ansieht: "Natürlich hast du in den Spielen ein bisschen mehr Druck. Aber grundsätzlich geht das." Für die Partie heute (17.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den Drittliga-Absteiger OSC Wölfe Rheinhausen) ist sogar Entlastung in Sicht, obwohl Alexander Riebau wegen eines Muskelfaserrisses weiter ausfällt. Dafür ist Tobias Hanke, der sich kurz vor dem Saisonstart zu einer Hochzeitsreise verabschiedet hatte, wieder da. Geskes Torhüter-Stammpartner hat nach vier Wochen Australien den Weg zurück ins Rheinland gefunden und stellt sich - falls erforderlich - in den Dienst des Teams. "Darüber freue ich mich", betonte Geske - ohne den Kollegen Riebau herabstufen zu wollen: "Er hat bei uns schon in der Vorbereitung einen guten Job gemacht."

Mit dem Blick auf die aktuellen 5:3 Zähler und Platz vier teilt der 28-Jährige die Einschätzung seines Trainers Dennis Werkmeister: "Er hat das richtig gesagt, dass wir eigentlich nur einen Punkt zu wenig haben." Der Mannschaft traut er für den weiteren Verlauf der Serie sowieso mehr Konstanz und einen Platz weit oben zu: "Vieles hat damit zu tun, dass wir zusätzlich ein neues Deckungssystem spielen, in dem die Abstimmung noch besser werden muss." Der Plan für die Aufgabe gegen Rheinhausen steht fest. "Unser Ziel ist es, zu gewinnen", sagt Geske. Zur Not leistet er seinen Beitrag als Alleinunternehmer. Auf Dauer kann er jedoch mit Arbeitsteilung mehr anfangen.

Quelle: RP
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