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Vorgespult
Weihnachtszeit - aber für Geschenke ist es zu früh

Langenfeld. Bald ist Weihnachten und deshalb gerade die große Zeit der Geschenke. Das wird womöglich heute auch beim Fußball-Oberligisten SF Baumberg (SFB) so sein - allerdings erst im Laufe des Abends bei der Weihnachtsfeier. Vorher steht um 16 Uhr an der Feuerbachstraße zum Abschluss das Jahres erst die Partie bei der seit Wochen in einer echten Krise steckenden TuRU Düsseldorf an. Aus einem tiefen eigenen Interesse kann es der Mannschaft von SFB-Trainer Salah El Halimi nicht daran gelegen sein, dort nur das kleinste Geschenk zu überreichen. Die sportliche Lage der Sportfreunde sieht so gut aus wie lange nicht: Dritter, 31 Punkte. Durch einen Erfolg mit zwei Toren Unterschied kann Baumberg die Tabellenspitze übernehmen, weil die vor ihm liegenden SV Straelen (34) und TV Jahn Hiesfeld (32) am Wochenende nicht im Einsatz sind.

Baumberg tritt mit einer starken Serie im Rücken an, denn zuletzt gab es sieben Spiele hintereinander ohne Niederlage und die fünf vergangenen Auftritte brachten fünf Siege. Trainer Salah El Halimi wird nicht müde, sein Team vor Leichtsinn und Überheblichkeit zu warnen. "Wenn wir nur ein paar Prozent weniger geben, wird es direkt gefährlich." Dass die TuRU das erste Heimspiel unter ihrem neuen Trainer Samir Sisic bestreitet, dürfte die Gefahr noch steigen lassen, wie El Halimi vermutlich mit Recht annimmt: "Die werden alles versuchen und uns alle entgegenbringen, was sie haben." Das Ausruhen auf der starken Serie der vergangenen Wochen könnte für die Sportfreunde demnach verhängnisvoll werden.

Vergleichbar ist die Lage des FC Monheim (FCM), der für die Oberliga-Partie morgen (14.15 Uhr) gegen den DSC 99 Düsseldorf ebenfalls der Favorit ist. Während Monheim mit 29 Zählern und Rang vier im Jahres-Endspurt großartig platziert ist und weit über dem Soll liegt, ist der Stand der Dinge für den DSC hoffnungslos. Mit fünf Zählern aus 17 Spielen hinken die Düsseldorfer bereits um 13 Zähler hinter dem rettenden Ufer her. Der FCM hat die große Chance, sich durch einen Erfolg auf Rang zwei oder drei vorzuschieben. Auch hier gilt aber: Dafür braucht Monheim ein Höchstmaß an Einsatz und Leidenschaft. Leichtsinn oder Überheblichkeit könnten gefährlich sein.

Die Handballer der SG Langenfeld (SGL) kämen diesmal gar nicht auf die Idee, es mit ein paar Prozent weniger zu probieren. Auf dem Programm steht ja heute Abend (19.30 Uhr) das Regionalliga-Spitzenspiel des Tabellenführers beim Zweiten TSV Bonn rrh. SGL-Trainer Jurek Tomasik fasst es treffend zusammen: "Wer da Motivation braucht, dem ist nicht zu helfen. Der ist hier falsch." Und die große Zeit der Geschenke wollen sich die Langenfelder auch für später aufheben. Michael Deutzmann

Quelle: RP
 
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