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Einwurf
Wo Träume erlaubt sind

Langenfeld. Sie gewinnen und gewinnen und gewinnen. Natürlich ist hier wieder die Rede von den Sportfreunden Baumberg (SFB), die jetzt in der Fußball-Landesliga mit sechs Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze liegen. Trainer Salah El Halimi hätte jeden für verrückt erklärt, der ihm etwas Ähnliches am Anfang der Saison prophezeit hätte. Seine permanente Warnung: "Die anderen können auch etwas." Inzwischen greift jedoch immer mehr die Vermutung um sich, dass dieses "etwas" eben nicht genug ist. Baumberg bekommt in schöner Regelmäßigkeit genau dann Probleme, wenn es sich in seine eigene Kunst verliebt und die Schönheit des Spiels zum Selbstzweck erhebt - oder wenn es sich vorübergehend ganz aus einer Partie verabschiedet. Möglicherweise bietet die Aufgabe am nächsten Sonntag (15 Uhr) beim Verfolger Cronenberger SC etwas mehr Aufschluss über den Stand der Entwicklung. Dann müsste Wuppertal die Sportfreunde von Beginn an fordern, stark unter Druck setzen und die richtigen Mittel finden. Überspringt Baumberg aber selbst diese Hürde, dürfen sie an der Sandstraße schon ganz vorsichtig von der Herbstmeisterschaft träumen. SFB-Coach El Halimi würde wohl selbst dann nichts von einer Favoritenrolle im Kampf um den Aufstieg wissen wollen. "Wir haben eine sehr gute Mannschaft", sagte er nach dem 5:3 über den TSV Ronsdorf. Die Tabelle weist sowieso aus, dass die Sportfreunde ein Spitzenteam sind.

Das gilt eine Etage tiefer auf ähnliche Art für den Bezirksliga-Tabellenführer FC Monheim, der vier Punkte vor dem Zweiten TV Dabringhausen liegt und ebenfalls die einzige ungeschlagene Mannschaft seiner Klasse stellt. Besonders beeindruckend sind das Torverhältnis (plus 21) und die erst vier Gegentreffer in neun Spielen. Wer die Monheimer aufhalten will, muss ziemlich dicke Bretter bohren.

Ein zu dickes Brett war das Spitzenspiel (30:38) bei Borussia Mönchengladbach für die Oberliga-Handballer der SG Langenfeld. Der ehrgeizige Trainer Dennis Werkmeister nimmt sein Team deswegen noch lange nicht aus dem Kampf um eine Spitzenposition heraus- im Gegenteil. Er baut auf die Lernfähigkeit seiner Spieler und den Faktor Zeit, der seiner Ansicht nach in weiteren 20 Spielen noch viel Gelegenheit bietet, mögliche Versäumnisse zu korrigieren. Richtige Ausrutscher sind wohl nicht mehr erlaubt.

Michael Deutzmann

Quelle: RP
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