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Vorgespult
Zeit für Blumen und Gespräche

Langenfeld. Der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) ist durch. Auf der einen Seite jedenfalls. Bei neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat das Team von Trainer Salah El Halimi mit dem Kampf um den Klassenerhalt vor den beiden letzten Saisonspielen nichts mehr zu tun. Auf der anderen Seite ist Baumberg aber nicht durch, denn bei den personellen Planungen bleibt einiges zu tun. Über zehn Spieler werden gehen - darunter Stammkräfte wie Marius Schultens (Weltreise), dessen Weggang die Sportfreunde wohl am meisten schmerzt, und Ludwig Kofo Asenso (VfR Krefeld-Fischeln). Durch die bisher feststehenden Neuen Jannik Weber vom VfB Hilden, Maximilian Nadidai von TuRU Düsseldorf (beide Oberliga) und Ricardo Ribeiro (Lüner SV/Westfalenliga) sind die Abgänge höchstens ausgeglichen. Weil sich unter dem Strich bisher keine besonders große Verstärkung ergibt, suchen die Baumberger weiter. "Wir sprechen noch mit Spielern", sagt Trainer Salah El Halimi. Er hofft, dass die restlichen offenen Fragen so bald wie möglich beantwortet sind.

Auf dem Papier geht es in der Partie morgen (15 Uhr, Sandstraße) gegen den FC Kray um nichts mehr, weil die Baumberger gerettet sind und die Gäste als Absteiger feststehen. El Halimi rechnet trotzdem aus mindestens zwei Gründen damit, dass seine Mannschaft alles gibt: "Für die Jungs geht es ja auch um ihre Prämien. Und wir wollen uns vernünftig von unseren eigenen Zuschauern verabschieden und ein gutes Gefühl für die kommende Saison mitnehmen." Verabschieden werden die Sportfreunde kurz vor dem Anpfiff jene Spieler, die den Verein verlassen. Weil das nicht wenige sind, dürfte sich einer der örtlichen Blumenhändler über einen gesteigerten Absatz freuen.

Um viel mehr geht es in den beiden letzten Saisonspielen für den FC Monheim (FCM), der in der Fußballl-Landesliga plötzlich doch wieder eine Chance zum Aufstieg hat. Die zum direkten Sprung in die Oberliga berechtigenden Plätze eins und zwei scheinen an den FSV Vohwinkel Wuppertal und den DSC 99 Düsseldorf vergeben zu sein (beide 69 Punkte). Dahinter liefern sich der SC Velbert (66) und der FC Monheim (65) ein heißes Duell um Rang drei - der eine Qualifikation gegen den Dritten der anderen Landesliga-Gruppe bringt. Velbert hat auf der Zielgeraden die Aufgaben gegen den Letzten TSV Bayer Dormagen und beim Fünften SC Union Nettetal vor sich, während die Monheimer morgen (15 Uhr) beim gefährdeten VfL Benrath und am 28. Mai gegen den Siebten ASV Mettmann antreten.

Wer da am Ende die Nase vorne hat, lässt sich kaum vorhersagen. Und die Verantwortlichen des FCM sind sowieso sehr um Gelassenheit bemüht. "Wir fangen nicht an, zu rechnen. Wir haben genug mit unserem eigenen Spiel zu tun", betont Trainer Dennis Ruess. Eng wird es wohl auf jeden Fall, weil die beiden Kontrahenten selbst im Torverhältnis fast gleichauf liegen. Velbert hat 87:42 Treffer (plus 45), Monheim 74:32 (plus 42). Vielleicht hängt letztlich alles von einem einzigen Tor ab. Mehr Spannung geht nicht.

Michael Deutzmann

Quelle: RP
 
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