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Lokalsport
Zweite der SGL verschenkt einen Punkt

Langenfeld. Der Handball-Verbandsligist hatte sogar die Chance zum Sieg, unterlag aber in Dümpten mit 30:31.

Noch 40 Sekunden vor Schluss sah es so aus, als würde der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld II (SGL) beim HSV Dümpten etwas mitnehmen. Die Gäste starten beim Stande von 30:30 einen Angriff - doch Langenfelds Spieler Julien Schweden schloss plötzlich und überhastet ab. Anschließend passierte das, was irgendwie passieren musste. Die Gastgeber kamen in Ballbesitz und brachten das Spielgerät vier Sekunden vor dem Abpfiff zum 31:30 (15:16)-Endstand im Tor der Gäste unter. Und die SGL stand trotz einer ordentlichen Leistung mit leeren Händen da. "Da ist leider das Selbstbewusstsein mit Julien durchgegangen", sagte Trainer Olaf Schulz, der sich über die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen mächtig ärgerte.

Die Langenfelder hatten sich in einer Auszeit vor dem letzten Angriff einen Plan zurechtgelegt. Die Spieler sollten geduldig agieren und erst bei drohendem Zeitspiel und einem entsprechenden Signal der Schiedsrichter den Abschluss suchen. Schweden warf allerdings viel zu früh und auch noch aus einer ungünstigen Position.

Das ärgerliche Ende war nicht der einzige Grund dafür, dass die SGL die Heimreise mit gemischten Gefühlen antrat. Trainer Schulz sah sich bei dem einen oder anderen Pfiff der Schiedsrichter benachteiligt. Er meinte damit nicht unbedingt das Zeitstrafenverhältnis von 2:5 gegen seine Mannschaft, sondern kleine Entscheidungen - die seiner Ansicht nach den Unterschied gemacht hätten. Seine Kritik ordnete er allerdings kurz darauf richtig ein: "So etwas kann passieren. Die Schiedsrichter machen nur ihre Arbeit. Für uns war es nur sehr ärgerlich."

Sein Team verlangte dem Tabellenfünften alles ab. Dümpten lag zwar fast konstant vorne, doch die SGL robbte sich immer wieder heran - 9:9 (19.), 13:13 (27.), 19:19 (40.). Beim späten 30:30 (60.) bot sich schließlich die große Chance, sogar zu gewinnen - ehe Schwedens Wurf sein Ziel verfehlte. "Es tut mir sehr leid für die Mannschaft", meinte Langenfelds Trainer, "aber die Niederlage ist auch kein Beinbruch."

Für die SGL (Achter(19:21 Punkte) geht es nun darum, die bittere Pleite so schnell wie möglich abzuhaken. Schon am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gibt es die passende Gelegenheit, es wieder besser zu machen. Gewinnen die Langenfelder gegen den Siebten TB Wülfrath (20:20 Zähler), können sie in der Tabelle ein Stück nach oben klettern.

SGL II: Müller, Hanke - Schulz (3), Guggenmos (7/3), Schweden (1), Schlossmacher (2), Pake (6), Hambrock (6), Schoesser, Raschke (2), Fischer, Ißling (3).

(mol-)
 
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