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Jugendsportler (1) Mia Zschocke
Zwischen BWL-Studium und Bundesliga

Langenfeld. Abitur, und dann? In loser Folge stellen wir Nachwuchstalente mit ihren Zukunftswünschen vor. Von Hannah Nitsche

Die Schule ist beendet für die Abiturienten des Landrat-Lucas-Gymnasiums. Unter ihnen sind viele Nachwuchssportler - so wie ich. Mein Name ist Hannah Nitsche. Ich bin Leichtathletin beim TSV Bayer und Praktikantin der RP-Sportredaktion. Mich interessiert, was meine ehemaligen Klassenkameraden nach der Schule vorhaben. In den nächsten Wochen stelle ich sie in Interviews vor. Den Auftakt macht Mia Zschocke. Sie ist Nachwuchs-Handballerin bei den Elfen und wurde mit der A-Jugend 2016 Deutscher Vizemeister. Die Drittliga-Mannschaft startete mit einem 29:25-Sieg gegen das luxemburgische Team Bascharage in die Liga.

Mia, warum hast du ausgerechnet mit dem Handball spielen angefangen?

Zschocke Meine Familie hat schon immer Handball gespielt, da bin ich als Kleinkind oft in den Hallen gewesen, habe vieles kennengelernt. Es war schnell klar, dass ich auch irgendwann Handball spiele.

Du kommst ursprünglich aus Bayern. Wie bist du in Leverkusen gelandet?

Zschocke Ich habe in der Bayernauswahl gespielt. Da wird man zum Teil gescoutet und von verschiedenen Vereinen angesprochen. Dann habe ich mich für ein Probetraining beim TSV Bayer entschieden - und jetzt bin ich hier.

Wie blickst du auf deine Schulzeit zurück? Warum bist du gerne, oder weniger gerne ins Landrat-Lucas gegangen?

Zschocke Mal so, mal so. Ich bin gerne gegangen, um meine Freunde zu treffen und mal nicht so gerne, wenn es viel Stoff zum lernen gab.

Du wurdest in der Schulabschlusszeitung zum "Party Animal" gekürt. Bist du auch der Stimmungsmacher deiner Mannschaft?

Zschocke (lacht) Ich habe meistens gute Laune und ziehe die anderen mit. Oft unternehmen wir mit der Mannschaft auch am Wochenende was zusammen. Da gehört das Feiern dann manchmal dazu.

Kannst du erklären, wie dein Schulalltag aussah?

Zschocke Morgens Schule - das war häufig ziemlich stressig. Danach kamen die Hausaufgaben. Die habe ich nicht immer gemacht (lacht) und anschließend das Training. Häufig musste danach noch gelernt werden. Also viel Freizeit bleibt nicht bei bis zu acht Mal Training pro Woche. Dass ich nah an der Schule gewohnt habe, war dabei natürlich hilfreich. Trotzdem bin ich meistens von morgens bis abends aus dem Haus gewesen.

Hättest du es auch ohne diese Unterstützung geschafft, deinen Sport auf diesem Niveau auszuüben?

Zschocke Ich glaube, ich hätte es geschafft, nur mein Abi wäre viel schlechter ausgefallen. Mit der Unterstützung des Sportinternats habe ich einen Abiturdurchschnitt mit einer zwei vor dem Komma. Die Absprache zwischen dem Verein und der Schule war sehr gut. Wenn ich Lehrgänge hatte, wurde ich sofort von der Schule befreit. Manchmal musste ich meine Klausuren unterwegs schreiben.

Welche Pläne hast du, außer dem Handballspielen, für deine Zukunft?

Zschocke Im Aktivenbereich habe ich Zeit, mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Ich möchte neben dem Handballspielen auch einen anderen Beruf ausüben. Deshalb habe ich bereits mit einem BWL-Studium in Köln angefangen.

Quelle: RP
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