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Langenfeld
Sprachzentrum für Migrantenkinder kommt

Langenfeld. In der ehemaligen Pestalozzischule sollen Jugendliche ohne Deutschkenntnisse unterrichtet werden. Von Stephan Meisel

Für Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse soll in Langenfeld womöglich schon zum kommenden Schuljahr ein so genanntes Sprachintegrationszentrum (SIZ) geschaffen werden. Im Schulausschuss beschlossen die Stadtpolitiker einstimmig, hierfür das Gebäude der ehemaligen Pestalozzischule Am Hang zu nutzen.

Nach Angaben von Fachbereichsleiter Ulrich Moenen kommen nicht nur Schüler aus Flüchtlingsfamilien ohne Deutschkenntnisse nach Langenfeld, sondern auch die Sprösslinge von Italienern, Polen oder Griechen, die der Arbeit wegen zugewandert sind. Während Kinder im Grundschulalter in der Regel direkt in die Klassen gesteckt und entsprechend gefördert würden, sei dies an weiterführenden Schulen nur bedingt möglich. Moenen zufolge gibt es in Langenfeld zurzeit 102 solcher Seiteneinsteiger vor allem an der Kopernikus-Realschule, aber auch an den beiden auslaufenden Hauptschulen und am Gymnasium, wo jeweils Lehrer mit der Zusatzausbildung "Deutsch als Fremdsprache" angestellt sind. Schulleiter sind laut Moenen wegen des derzeitigen Hin und Hers für solch ein SIZ, in dem jene Seiteneinsteiger dann "drei bis maximal sechs Monate" Deutschunterricht bekommen- je nach Vorkenntnis und Bildungsniveau in unterschiedlichen Gruppen. "Auch in den Alltagsabläufen oder der Hauswirtschaft lässt sich an einem einzigen Standort Deutsch besser vermitteln. Und die städtische Jugendhilfe kann sich so besser um solche Schüler und deren Integration kümmern." Alle Parteien befürworteten im Aussschuss das SIZ Am Hang.

Quelle: RP
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