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Langenfeld
Stadt bezuschusst Lotsenprojekt des SkF

Langenfeld. Open Doors: Politiker beschließen einmaligen Zuschuss von 40.000 Euro an katholischen Sozialdienst.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bekommt einmalig 40.000 Euro aus dem städtischen Haushalt, damit er sein Projekt "Open Doors" fortsetzen kann. Es richtet sich laut SkF-Geschäftsführerin Stephanie Krone an langzeitarbeitslose Menschen, die sich sozial isoliert haben und von gängigen Hilfesystemen nicht mehr erreicht werden sowie an "Frauen, die Gewalt erfahren haben".

Open Doors baut auf dem Projekt "Schritt für Schritt - Brücken bauen" auf, für das der SkF kürzlich den Elisabeth-Preis des Erzbistums Köln erhalten hatte. Krone zufolge hat der SkF zwar bis Ende 2017 für insgesamt vier Jahre eine Projektförderung bekommen, doch habe die NRW-Landesregierung eine mündliche Zusicherung auf weitere Zuschüsse 2018 kurzfristig zurückgezogen. So bestehe eine Finanzierungslücke bis 2019, wenn hierfür Gelder von Landschaftsverband Rheinland, Jobcenter oder Aktion Mensch zu erwarten seien. Im Sozialausschuss stimmten die Stadtpolitiker aller Parteien dem vom SkF beantragten 40.000-Euro-Zuschuss zu. "Dieses Projekt ist eine gute Sache", befanden Rolf Kamp (CDU) und Mark Schimmelpfennig (SPD). Ehrenamtliche Lotsen und hauptamtliche Pädagogen nehmen bei dem Projekt Betroffene an die Hand. Die Lotsen kommen laut SkF "ebenfalls meist aus dem Armutskontext und bauen Brücken". Sie begleiten etwa zu Behörden oder helfen bei Anträgen. Aufgrund ihres ähnlichen Hintergrundes könnten sie ein anderes Vertrauensverhältnis zu den Ratsuchenden aufbauen, so Krone. "Sie erreichen damit auch Menschen, die nicht vom bestehenden Hilfesystem erreicht werden."

(mei)
 
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