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Monheim
Stadt gibt 100.000 Euro für Bürgerstiftung

Monheim: Stadt gibt 100.000 Euro für Bürgerstiftung
Emil Drösser präsentiert eine der Carbon-Gänse, die Spender im vergangenen Jahr gegen einen Mindestspende erhalten haben. FOTO: Matzerath
Monheim. Der Rat hatte beschlossen, jeden Spendeneuro zu verdoppeln. Stiftung gibt Pixibuch über Gänseliesel heraus. Von D. Schmidt-Elmendorff

Mit einer so genannten Zustiftung von 100.000 Euro unterstützt die Stadt Monheim die Bürgerstiftung "Minsche vür Minsche". Den symbolischen Scheck übergab Bürgermeister Daniel Zimmermann jetzt an den Stiftungsvorsitzenden Dr. Helmut Heymann. Im Zusammenhang mit der Haushaltsverabschiedung 2015 hatte eine breite Mehrheit im Rat beschlossen, jeden Spendeneuro von Firmen und Privatpersonen durch die Stadt bis maximal 100.000 Euro zu verdoppelt. Neben der damit zum Ausdruck gebrachten Wertschätzung sollte damit auch das Generieren weiterer Spendengelder erleichtert werden. Bis Ende 2015 seien so Stiftungseingänge in Höhe von 205.000 Euro sowie Spenden in Höhe von 112.000 Euro erzielt worden, berichtet Heymann. "Wegen des extrem tiefen Zinsstandes sind für uns Spenden im Moment sehr wichtig, um unsere Projekte verwirklichen zu können."

Ein Projekt, das noch aus dem 2015 ausgerufenen Ideenwettbewerb herrührt, ist das Pixibuch über die Gänseliesel. "Die Produktion hat sich verzögert, weil der Verlag die Gans hartnäckig wie eine Ente gezeichnet hat - mit breitem Schnabel und kurzem Hals", berichtet Emil Drösser, der die Geschichte in Form einer Stadtführung aufgezogen hat. Die kindgerecht erzählte Wanderung führt von der Voigtshofkapelle, über Marienburg, Pfarrkirche St. Gereon und Altstadt bis zur Doll Eck; und sie endet mit dem Versprechen der Gänseliesel, dass die Hausgans am nächsten Tag am Rhein auf ihre wilden Verwandten treffen wird. "Die Führung wird noch fortgesetzt und auch Baumberg einbeziehen", sagt Drösser. In einer Auflage von 1200 soll das Büchlein an die Kitas in Monheim verteilt werden. Die Bildvorlagen hat Karl König anhand von Fotos beigesteuert.

Im Herbst soll auch der Vorhang zum dritten Akt der Gänse-Verkaufsaktion gelüftet werden. Dann wird die zweidimensionale beleuchtete "Weihnachtsgans" vorgestellt. Ihre Silhouette entspricht der Monchronik-Gans. "Der Prototyp ist schon fertig", so Drösser. Hergestellt wird sie von der Monheimer Metallwarenfirma Pötz & Sand. Von den künstlerisch gestalteten Gänsen hat der Stiftungsvorstand überdies noch zehn Exemplare nachmachen lassen. Sie kommen demnächst auf den Markt.

Ebenfalls noch in Arbeit ist der Düsseldorfer Werbeklassiker, die Persiluhr mit der Weißen Dame, welche die Firma Henkel auf Wunsch vieler ehemaliger Baumberger Mitarbeiter nachbauen will. "Wir suchen nach Abschluss der Bauarbeiten an der Hauptstraße nach einem geeigneten Standort in Nähe des Dorfplatzes", erklärt Heymann. Als weitere Aktion ist ein Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Altstadtkirche geplant, zu dem am 6. November das Sinfonieorchester Bergisch Gladbach zu Gast sein wird. Nach den Sommerferien will die Stiftung wieder einen Ideenwettbewerb ausloben. 2015 hatte der Vorstand auf diese Weise fünf förderwürdige Projekte ermittelt. Noch nicht ausgeschöpft ist das Budget für die Baum-Aktion. Bisher haben nur zehn Bürger Gelder für die in ihrem Garten gepflanzten heimische Gehölze abgerufen.

Quelle: RP
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