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Monheim
Stadt investiert ein halbe Million Euro in Zille-Platz

Monheim. Kinder gestalten ihren Spielplatz mit. Von D. Schmidt-Elmendorff

Der Spielplatz am Heinrich-Zille-Platz erhält ein völlig neues Gesicht. Schon in seiner letzten Wahlperiode hatte das Jugendparlament die Sanierung des Bolzplatzes angeregt. Nach einem längeren Abstimmungsprozess mit den Nutzern, den Anwohnern und Mitgliedern der Spielplatzkommission steht die Planung jetzt fest: Danach soll der jetzige Bolzplatz in zwei Kleinspielfelder umgewandelt werden. "Wir haben im Stadtgebiet die Erfahrung gemacht, dass diese kleinen Felder unglaublich viel genutzt werden - weil eher kleine Gruppen gegeneinander spielen," sagt Simone Feldmann, Bereichsleiterin Jugend und Familie. Auf Wunsch der Jugendlichen sollen die Plätze Kunstrasen erhalten. Auf dem angrenzenden Spielplatz werden Trampoline, Reckstangen und eine Slackline (Balancierseil) installiert. Insgesamt soll die Neugestaltung 490.000 Euro kosten.

Außerdem soll der Zille-Platz künftig Standort eines Kunstwerks werden, das aus einem Kunstprojekt mit dem Titel "Migrations-Mikado" hervorgehen wird. Dabei setzen sich die Schüler der Hermann-Gmeiner-Schule mit ihrer kulturellen Herkunft auseinander. Der Kölner Künstler Roland Michel hat für den Platz eine Komposition aus überdimensionalen Bleistiften aus Holz entwickelt. Sie sollen nach einem bestimmten System angeordnet werden, das aber erst im Lauf des Schulprojektes entworfen wird. "Denkbar wäre etwa der Ansatz, dass die Spitzen auf die Hauptstädte der jeweiligen Herkunftsländer zeigen", sagt Simone Feldmann. "In Frage kommen die Türkei, Marokko, Spanien, Italien, Syrien, der Kosovo, Albanien, Polen und Russland", zählt Schulleiterin Claudia Ullenboom die Herkunftsländer ihrer Schüler auf.

"Die Kinder dürfen auch an der farblichen Gestaltung mitarbeiten", so Feldmann. Auf einer Schautafel sollen dann die Zeichnungen oder Texte der Schüler, die an dem Projekt teilgenommen haben, vorgestellt werden; um den Entstehungsprozess zu dokumentieren.

Mit der Installation soll laut Stadt die kulturelle Vielfalt der Stadt symbolisiert werden. Das Kunstprojekt wird aber nicht nur von Kindern des Berliner Viertels mitgestaltet. Es soll auch danach für sie als Spielgerät, das zum Klettern einlädt, erlebbar bleiben. Für das Projekt stellt die Stadt 70.000 Euro in den Haushalt ein.

Quelle: RP
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