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Langenfeld/Monheim
Stadt mietet Gewerbehalle für Flüchtlinge

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können
Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai
Langenfeld/Monheim. Langenfelds Erste Beigeordnete Marion Prell erwartet weitere Zuweisungen vom Land - ebenso wie Monheim. Von Heike Schoog

Die Stadt Langenfeld lässt nicht nach in ihrem Engagement, Platz für Flüchtlinge zu schaffen. "Die Zahl der Flüchtlinge, die der Stadt zugewiesen werden, steigt unvermindert an", sagt die Erste Beigeordnete Marion Prell. Die gerade erst in der Dezember-Sitzung des Rates beschlossenen Unterkünfte reichen nicht mehr aus, um genügend Platz zu bieten. Deshalb hat die Stadt jetzt neben der Turnhalle an der Verbindungsstraße 4 (für 59 Menschen) noch eine zusätzliche Halle angemietet, in der ab nächster Woche weitere Flüchtlinge vorübergehend aufgenommen werden können. Sie soll Platz für 220 Menschen bieten.

Die Halle an der Bahnhofsstraße 41 ist 1.600 Quadratmeter groß und vor allem beheizbar. "In diesem und im nächsten Monat werden wir vermutlich Zelte brauchen, um Flüchtlinge unterzubringen", erläutert Prell. Da jedoch mit frostigen Temperaturen zu rechnen sei, habe die Stadt eine beheizbare Halle gesucht, in der die Zelte aufgestellt werden können.

Insgesamt sechs Zelte mit unterschiedlichen Raumunterteilungen passen in die Halle. Sie bieten eine jeweils unterschiedlich hohe Anzahl von Schlafplätzen - vier bis acht. Eine Brandmeldezentrale und eine Rauchabzugsanlage sowie Sanitärcontainer mit Duschen und WC-Anlagen werden aufgestellt - getrennt nach Geschlechtern. 15 Miniküchen mit Herd und Kühlschränken sind vorgesehen.

Die Erste Beigeordnete Marion Prell und Holger Hammer schaffen ein Quartier für weitere Flüchtlinge. Die Halle ist mit Zelten ausgestattet. FOTO: Ralph matzerath

825 Flüchtlinge sind derzeit (Stand 18. Dezember 2015) in Langenfeld untergebracht. Zum Vergleich: 2014 waren es 255. Diese Entwicklung hat es bereits im Laufe des Jahres 2015 notwendig gemacht, Flüchtlinge in weiteren Unterkünften unterzubringen, wobei die zentrale Erstaufnahme am Konrad-Adenauer-Gymnasium konzentriert wird. Diese Erstaufnahmestelle fürs Land wird von den Wohlfahrtsverbänden betreut. Aktuell sind dort 99 Menschen untergebracht. Prell rechnet in der nächsten Woche mit einem Wechsel.

Bereits registrierte Flüchtlinge, also Asylsuchende, sind auf dem Gelände der LVR-Klinik untergebracht. Das Haus an der Kölner Straße 82 ist bereits zwei Wochen nach Inbetriebnahme voll besetzt gewesen. Das danebenstehende Gebäude ist ebenfalls saniert worden und soll jetzt auch zur Verfügung stehen. Betreut werden die Asylsuchenden von städtischen Mitarbeitern.

In der Stadt Monheim soll der Bau von Containern an der Bregenzer Straße jetzt beginnen. Der Rat genehmigte dafür 2,5 Millionen Euro. "Wir hoffen, dort sukzessive Asylsuchende unterzubringen", sagt Dietmar Marx vom Referat Ordnung und Soziales. 620 Asylbewerber leben zurzeit in Monheim in klassischen Unterkünften und angemieteten Wohnungen. "Wir bemühen uns, die Turnhallen freizuhalten", so Marx. Auch die Liselott-Diem-Halle in Baumberg könnte bald wieder freiwerden. Sie ist bis Ende Februar vom Land als Erstaufnahme angemietet. Zurzeit leben dort 17 Menschen. Für 150 wäre Platz. "In den nächsten Monaten werden wir bereits registriere Asylsuchende in den Containern unterbringen." Marx rechnet mit 20 pro Monat.

Quelle: RP
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