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Monheim
Stadt Monheim erhöht Stellenzahl deutlich

Monheim: Stadt Monheim erhöht Stellenzahl deutlich
FOTO: Matzerath Ralph
Monheim. Personalausgaben der Stadt sollen 2017 um zehn Prozent auf 35,4 Millionen Euro steigen. Bereich Kinder, Jugend wächst. Von D. Schmidt-Elmendorff

77 Millionen Euro investiert die Stadt Monheim laut Haushaltsentwurf 2017 in neue Schulgebäude und Kindergärten, Straßen, die neue Feuerwache und weitere Sozial-, Bildungs-, Tourismus- oder Sport-Projekte. Mit der wachsenden Zahl an Aufgaben begründen Bürgermeister Daniel Zimmermann und Stadtkämmerin Sabine Noll die steigenden Personalausgaben. Die Aufwendungen für die städtischen Bediensteten erhöhen sich 2017 laut Haushaltsentwurf auf 35,43 Millionen Euro - 10 Prozent mehr als 2016. Als Monheim 2013 die Schuldenfreiheit erlangte, gab die Stadt ein Drittel weniger (23,5 Millionen) für ihr Personal aus.

Bis 2020 sollen sich die Personalkosten sogar auf 37,83 Millionen Euro erhöhen, wobei in diesem Betrag noch keine weitere Stellenausweitung enthalten ist. Dabei machen sich die Tarifabschlüsse für die Angestellten (460 tariflich Beschäftigte, 107 Beamte) bemerkbar. Allein im Vergleich mit 2016 steigen die Aufwendungen für diese von 19,08 (2016) auf 21,46 Millionen Euro. Nach der rückwirkend zum 1. März geltenden Erhöhung um 2,4 Prozent, werden die Gehälter zum 1. Februar 2017 noch mal um 2,35 Prozent angehoben.

Im Laufe des Jahres sind zudem Beschlüsse gefallen, deren personelle Konsequenzen jetzt wirksam werden. So wurde für die Feuerwache ein weiterer Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst in Betrieb genommen, wofür fünf Stellen anfielen. Im umgebauten Bürgerbüro sollen die Öffnungszeiten erweitert werden. Dies soll durch drei zusätzliche Mitarbeiter abgedeckt werden.

In der selbst ernannten "Hauptstadt des Kindes" entfällt das Gros der Ausweitung auf den Bereich Kinder, Jugend, Familie. Allein 10,2 neue Stellen wurden eingerichtet, um weitere Übergangsgruppen in Betrieb zu nehmen. Angesichts stetig steigender Fallzahlen und höheren gesetzlichen Anforderungen sollen im Allgemeinen Sozialdienst die Arbeitsabläufe verbessert werden. Nach einer Untersuchung wurden drei Stellen zusätzlich empfohlen. "Auch für die Vermittlung von unter dreijährigen Kindern in die Tagespflege benötigen wir eine zusätzliche Stelle, weil wir die Pflegekräfte ja betreuen und fortbilden", sagt Bereichsleiterin Simone Feldmann. Insgesamt entstehen in ihrem Bereich 18,9 neue Stellen.

An der Hermann-Gmeiner Schule wurden durch eine neue Ganztags-Gruppe 1,1 Stellen geschaffen. In der Musikschule werden 2,5 zusätzliche Stellen ausgewiesen, um bisher auf Honorarbasis tätige Lehrkräfte längerfristig zu binden. "Wir wollen uns damit einige bewährte Kräfte sichern, weil der Konkurrenzdruck auf dem Markt immer größer wird", sagt ihr Leiter Georg Thomanek. Bei der VHS werden zwei weitere Stellen für Integrationskurse und den zweiten Bildungsweg geschaffen; an der Bibliothek eine Stelle für das Projekt "Spielerisch-medialisierte Aneignung des Berliner Viertels".

Mit der Übernahme der Landesstraßen L 293 (Bleer Straße/Kapellenstraße,) und L 402 (Opladener Straße) erwirbt die Stadt auch mehr Grünflächen, die gepflegt werden müssen. Schon 2015 hatte das Grünflächenpflegekonzept eine Aufstockung der städtischen Gärtner um sechs Vollzeitstellen empfohlen. Dies soll jetzt 2017 geschehen. In den kommenden Jahren will die Stadt möglichst viele Stellen durch selbst ausgebildetes Personal besetzen. Momentan sind das 27 Stellen, für 2017 sind rund 44 vorgesehen, darunter sieben FS(oziales)J-ler und drei FK(ulturelles)L-ler und zwei Bufdis.

Quelle: RP
 
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