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Monheim
Stadt plant Café für Familien in Baumberg

Monheim: Stadt plant Café für Familien in Baumberg
Simone Feldmann folgt auf Angelika Griese-Pelikan, die den Bereichsleiterposten nach nur fünf Monaten räumte. FOTO: Olaf Staschik
Monheim. Im Redaktionsgespräch erläutert die neue städtische Bereichsleiterin Simone Feldmann ihre Pläne für das Zentrum und den U-3-Ausbau. Von D. Schmidt-Elmendorff

Nach mehr als zwei Jahren als Abteilungsleiterin bringt sie den richtigen Stallgeruch mit. Sie kennt bereits viele der Akteure der Jugendarbeit. Insofern war die Wahl von Simone Feldmann als neue Leiterin des Bereichs Kinder, Jugend und Familie naheliegend. Für sie wirken die Motive, die sie vor mehr als zwei Jahren nach Monheim gelockt haben, noch heute fort: "Hier ist das Jugendamt etwas Besonderes, die Stadt ist sehr auf Kinder- und Familienpolitik ausgerichtet. Allein Mo.Ki war für mich ein großer Beweggrund, die Leitung anzustreben", sagt die 45-Jährige. Und wenn der Rat die Fortschreibung des mit allen Trägern ausgearbeiteten neuen Kinder- und Jugend-Förderplanes verabschiedet hat, könne sie das gut bestellte Feld der Jugendförderung jemand anderem überlassen.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit sieht sie das Vorzeigemodell MoKi, die Präventionskette für benachteiligte Kinder, "weil wir damit die Familien sehr früh erreichen und so im Krisenfall Schaden abwenden können". Das Ziel der Chancengleichheit für alle Kinder sieht sie als Querschnittsaufgabe an, an der neben dem Jugendamt auch die freien Träger und Schulen beteiligt sind. Sichtbar werde dies im geplanten MoKi-Zentrum an der Heinestraße. Das Zentrum soll eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Familien, aber auch für Fachkräfte, Träger und Verbände werden. Es soll neben den vorhandenen Angeboten von MoKi "unter 3" auch neue Bildungsangebote für Familien mit Kindern über drei Jahren beherbergen. Auch der schon alten Forderung nach einer Ausdehnung der MoKi-Strukturen nach Baumberg wird nunmehr Folge geleistet: "Wir wollen ein MoKi-Café in Baumberg einrichten, suchen aber noch eine passende Immobilie", so Feldmann. Schon vorher sollen die Öffnungszeiten des MoKi-Cafés an der Heinestraße und die Wochenstundenzahl der Familien-Hebamme ausgedehnt werden.

Eine weitere Herausforderung: der U-3-Ausbau. Die städtische Kita Max & Moritz soll ein Montessori-Kinderhaus werden. Nachdem sie einen zweijährigen berufsbegleitenden Lehrgang absolviert haben, haben 18 Erzieherinnen jetzt am Wochenende ihre Diplome erhalten. "Zunächst richten wir einen Montessori-Zweig ein, der dann sukzessive ausgebaut wird", so Feldmann. Die Kita hatte auch geholfen, den vorübergehenden Engpass bei der U-3-Betreuung zu überbrücken. Der Therapieraum wurde in einen Gruppenraum umgewandelt, dafür erhielt die Kita mehr Hallenzeiten in der benachbarten Turnhalle. Und die evangelische Kita Grunewaldstraße lagerte ihren Mehrzweckraum zugunsten eines Gruppenraumes in die Hauptschule aus. Von den 13 Frauen, die kürzlich erfolgreich die Qualifikationsmaßnahme absolviert haben, hofft sie, die Hälfte als Tagespflegkräfte rekrutieren zu können.

Und was das gesetzlich neu gefasste Feld des Kinderschutzes angeht, möchte sie im November die ersten fünf bis sechs Qualitätssiegel "Gemeinsam aktiv für die Rechte Jugendlicher" an Vereine und Träger von Einrichtungen verleihen. Voraussetzung dafür ist, dass diese ein Regelwerk erarbeitet haben, um grenzüberschreitendem Verhalten gegenüber Kindern vorzubeugen und Ansprechpartner benennen, denen sich die Kinder im Zweifelsfall anvertrauen können.

Quelle: RP
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