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Monheim
Stadt plant vier neue Kindertagesstätten

Monheim: Stadt plant vier neue Kindertagesstätten
Am Grünzug der Geschwister-Scholl-Straße könnte eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. FOTO: Matzerath
Monheim. Der Jugendhilfeausschuss legte drei Standorte fest: Geschwister-Scholl-Straße, Kirberger Hof und das Freibadgelände. Von D. Schmidt-Elmendorff

Erst vor zwei Monaten hat sich der Jugendhilfeausschuss mit der unerwarteten Perspektive befassen müssen, dass in der Stadt Monheim vier weitere Kindergärten benötigt werden. In seiner jüngsten Sitzung konnte er bereits die entsprechenden Standorte festlegen. Danach könnte am Grünzug an der Geschwister-Scholl-Straße in Baumberg eine viergruppige Einrichtung gebaut werden. Das Grundstück gehört der Stadt und steht sofort zur Verfügung, das öffentliche Grün würde entsprechend reduziert werden.

Auch in die bestehenden Gebäude auf dem Kirberger Hof könnte eine Kita mit vier Gruppen integriert werden. "Neben dem Tor und dem Wohnhaus steht nur der Grundriss der Hofanlage unter Denkmalschutz", erläuterte Gebäudemanager Michael Lobe. "Der Eigentümer hat zugesagt, dass wir dort planen können. Wir müssten allerdings noch die Konditionen aushandeln", erläuterte Bürgermeister Daniel Zimmermann im Ausschuss.

In Monheim könnten auf dem ehemaligen Freibadareal des Mona Mare zwei Kindertagesstätten (vier Gruppen, fünf Gruppen) unter einem Dach untergebracht werden. "Das Gelände gehört der Allwetter GmbH, einer städtischen Tochter", so Zimmermann. Dann würde eben nur noch die Hälfte des Grundstücks für die geplante Bebauung mit Reihenhäusern zur Verfügung stehen. "Das wäre eine tolle Lage mit Blick auf den See."

Alexander Schumacher (SPD) monierte im Ausschuss, dass sich die ausgewählten Standorte nicht in fußläufiger Entfernung zu den Quartieren befänden, wo sich derzeit oder in Zukunft junge Familien ansiedelten, also im Umfeld des Heerweges, wo derzeit ein Generationswechsel stattfinde, oder in der geplanten Neubausiedlung am Waldbeerenberg. Bürgermeister Zimmermann erklärte, dass die vier vorgeschlagenen Varianten - dazu zählte auch ein Grundstück neben den Awo-Kitas an der Bregenzer Straße - die Ausbeute einer intensiven Prüfung von ursprünglich zwölf Standorten seien. Die meisten hätten sich aber als zu klein oder als nicht verfügbar herausgestellt.

Roman Lang (CDU) gab zu bedenken, dass die Zufahrt zum Kirberger Hof zu eng sei, um den durch den Bring- und Holservice ausgelösten Verkehr einer Kita aufzunehmen. Die Stadt wolle den Eltern eine größtmögliche Vielfalt an pädagogischen Konzepten bieten, hier könnte eine richtige Bauernhof-Kita entstehen, auf dem Außengelände könnten Ziegen oder Schafen gehalten werden, um die sich die Kinder dann kümmern können, so Zimmermann. Diese Perspektive habe auch den Eigentümer überzeugt, der sich statt Wohnungen eine sinnvolle Nutzung für seine Immobilie wünscht. "Uns hat man auch eine Kita mit Wäldchen in Aussicht gestellt, am Ende war es eine ohne Wäldchen", warf Schumacher mit Blick auf die neue Kita am Mona Mare ein.

Am Ende setzte sich die Peto-Fraktion mit ihrem Votum für die Geschwister-Scholl-Straße und den Kirberger Hof durch. SPD und CDU hatten sich für den Standort an der Bregenzer Straße ausgesprochen. Dabei handelt es sich um ein Grundstück, das sich ebenfalls im Eigentum der Stadt Monheim befindet.

Quelle: RP
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