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Langenfeld
Stadt warnt vor Sammlern und falschen Kontrolleuren

Sicher Schlafen mit Rauchmeldern
Sicher Schlafen mit Rauchmeldern FOTO: ABUS
Langenfeld. Sie geben sich als Sammler renommierter Hilfsorganisationen aus und versuchen, Bürger zu überreden, Verträge über regelmäßige Spenden abzuschließen. Bei Polizei und Ordnungsamt häufen sich aktuell Hinweise auf zwei neue Betrugsmaschen.

Deshalb warnt die Stadt. "In einem Fall drängte der Drücker die betroffene Person, die Bankdaten herauszugeben, weil die angebotene Barspende von 20 Euro zu gering sei", berichtet Ordnungsamtschef Christian Benzrath. Die so bedrängte Person reagierte vorbildlich und wandte sich telefonisch an die Hilfsorganisation, in deren Namen angeblich gesammelt wurde.

Oft zur Vorweihnachtszeit versuchen Trickbetrüger, die Spendenbereitschaft der Bevölkerung auszunutzen, indem sie für nicht existente und dubiose Vereine oder vermeintlich im Auftrag bekannter Organisationen sammeln. Benzrath weist darauf hin, dass "seriöse gemeinnützige Organisationen über Spendenkonten verfügen". Wer gemeinnützige Vereine oder Verbände unterstützen wolle, sollte deshalb seine Spende überweisen. "Erklären Sie den Haustürsammlern einfach, dass Sie bereits per Überweisung gespendet haben", so Benzrath.

Ein weiterer Trick ist die Behauptung, man komme im Auftrag der Feuerwehr oder der Baubehörde und müsse die ab Januar vorgeschriebenen Rauchmelder kontrollieren. Zur Zeit häufen sich laut Benzrath diese Versuche in der Region. Solche Kontrollen finden aber nicht statt - weder durch die Feuerwehr noch durch beauftragte Firmen. Die Täter nutzen die Gelegenheit und stehlen Geld oder Wertsachen oder kundschaften Objekte für spätere Einbrüche aus. "Lassen Sie niemanden, den sie nicht bestellt haben, in ihre Wohnung. Wenn Sie unsicher sind, lassen sie die angeblichen Mitarbeiter vor der Türe warten und rufen Sie die benannte Dienststelle, Firma oder Verwaltung selber an," rät Jörg Feistner, Leiter der Polizeiwache Langenfeld.

Unterdessen warnte die Verbraucherzentrale vor "Weihnachtsaktionen" windiger Kanalsanierungsfirmen. "Keinesfalls sollte man sich von Schnäppchenpreisen locken, an der Haustür überreden oder unter Druck setzen lassen", mahnt Elisabeth Schoemakers von der Beratungsstelle in Langenfeld.

(og)
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