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Langenfeld
30 Jahre Secondhand-Laden - mit einem VW Käfer fing es an

30 Jahre Secondhand-Laden in Langenfeld: Mit einem VW Käfer fing es an
Projektleiterin Dorothea Domasik mit ausgestellter Kleidung im Schaufenster von Pro Donna. FOTO: Anja Tinter
Langenfeld. Pro Donna, der Secondhand-Laden des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) mit angeschlossener Kleideraufbereitungswerkstatt, feiert am morgigen Freitag das 30-jährige Bestehen des Projekts. Ab 11 Uhr wird in dem Geschäft neben der Sparkasse an der Solinger Straße auf den Geburtstag angestoßen. Neben Angelika Fierus und Christiane Rommel vom SkF wollen auch Vize-Bürgermeister Dieter Braschoss und Lady-Lions-Präsidentin Iris van Holtum ein paar Worte an die Gäste richten. Mitarbeiter der Deutschen Post DHL Group werden zum Weltfreiwilligentag tatkräftig bei der Feier mit anfassen.

Angefangen hat alles mit einem VW-Käfer. In dessen Kofferraum lagerte die erste Sozialarbeiterin des SkF Langenfeld Kleidung für bedürftige Menschen. Die erste "mobile Kleiderkammer" war geboren. Durch die Unterstützung der Pfarre St. Josef fand das Projekt 1985 Räume. Nach einem ersten Umzug 1989 an die Immigrather Straße stellte der SkF eine Schneiderin und eine pädagogische Fachkraft ein, um arbeitslose Frauen zu qualifizieren.

2005 wurde aus dem Projekt der Pro Donna-Laden am Sparkassen-Parkplatz. Neben Damen-, Herren- und Kinderkleidung finden die Kunden dort Haushaltswaren, Kinderspielzeug und vieles mehr. In der Schneiderwerkstatt können sie mitgebrachte oder gekaufte Kleidung ändern lassen. Zugleich ist Pro Donna ein anerkanntes und zertifiziertes Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekt für Frauen und seit 2013 auch für Männer. Gefördert wird es unter anderem durch öffentliche Mittel, Stiftungen und Sponsoren.

Die Teilnehmerinnen erhalten durch ein Team von Pädagoginnen und Fachanleiterinnen Hilfe bei der beruflichen Wiedereingliederung. Unterstützt werden sie von vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die seit Beginn sehr engagiert und zuverlässig für "ihren Laden" und die Beschäftigten da sind - allein 2014 leisteten sie mehr als 4000 Stunden. Über 850 Teilnehmerinnen wurden laut SkF inzwischen qualifiziert. Viele seien in Arbeit oder weiterführende Programme vermittelt, einige beim Sozialdienst eingestellt worden.

Quelle: RP
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