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Langenfeld
600 Sportler rollen ins Ziel

cSc-cup: Langfort wird zur eine Rennstrecke
cSc-cup: Langfort wird zur eine Rennstrecke FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Wen der Ehrgeiz packt: Als "gemütliche Radtandems" beim cSc-Cap gestartet, nahmen die Duos schon bald gehörig Fahrt auf. Jedes Tandem wollte schneller sein als das andere.

Bei Start und Ziel vor dem Schützenhaus schickten die Moderatoren Carsten Ohle und Dieter Sportmann die Express-Radler deshalb auf die rechte, die schnelle Spur. Mehrere Hundert Zuschauer feuerten die Aktiven an. Rund 600 Teilnehmer gingen beim 15. cSc an den Start. "cSc" steht dabei für "capp Sport cup"; der Untertitel trifft es besser: "Gemeinsam rollt's". Hinter der Startnummer sind alle gleich.

Teilweise hatten sich die Tandem-Teams erst vor Ort gefunden. Sechs Freiwillige der Stadt-Sparkassen stellten sich beispielsweise als Tandem-Piloten zur Verfügung. "Dieses in Deutschland einzigartige Sportfest gelebter Inklusion erfreut sich von Jahr zu Jahr größeren Zuspruchs sowohl bei den Sportlern als auch bei den Fans am Rande des Geschehens", sagte Bürgermeister Frank Schneider als Schirmherr. Und auch Landrat Thomas Hendele schickte einen Gruß aus dem Kreishaus: Neben der Geschwindigkeit komme auf der cSc-Schlemmermeile die Geselligkeit und im Gespräch der Athleten der Austausch über Trainingsmethoden - also die Gemeinsamkeit - nicht zu kurz, ließ Hendele wissen.

Bei den vier Rennen zwischen 10 und 18 Uhr steigerte sich das Tempo. Morgens rollten noch die Jüngsten ab drei Jahren - auf Laufrädern oder mit Kinderrollern. "Es ist schon erstaunlich, mit welchem Eifer schon die Kleinsten mitmachen", sagte Alexandra Sportmann vom cSc-Team. Danach gingen die nur scheinbar gemütlichen Tandems mit Speed-Rollern, Einrädern, Sportrollis an den Start. Die individuelle Zeit wurde unbestechlich durch einen Sender in der Startnummer gemessen. Am Nachmittag zischten Liegeräder und Speedskater mit 50 Stundenkilometern und mehr über den 2,3 Kilometer langen Rundkurs um den Freizeitpark Langfort, wo eigentlich Tempo 30 ausgeschildert ist.

"Für mich ist das Tandem ein wichtiges Verkehrsmittel geworden. Da ich den ganzen Tag im Büro sitze", ist das ein guter Bewegungsausgleich", sagte die blinde Susanne Winther, Vorsitzende der "Weißen Speiche" im Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper. Zusammen mit Heinz Müller und Dirk Schäfer von den Richrather St. Sebastianern hat die "Weiße Speiche" auch das "akustische Schießen" organisiert. Auf dem Schießstand wurde nach Gehör geschossen - der höchste, über Kopfhörer eingespielte Ton garantierte dabei einen Treffer. Und das war nur ein Beispiel von vielen Attraktionen am Rand des cSc.

Auch entlang der Strecke trafen sich zahlreiche Anhänger, um die Aktiven anzufeuern. Peter Wevers etwa organisierte die Fangruppe der Eigentümergemeinschaft "Zum Stadion/Walter-Kolb-Straße". Familie Becker an der Adolf-Spieß-Straße 1 ist seit 2001 dabei, musste aber in den vergangenen zwei Jahren pausieren. "Teilweise haben Sportler uns vermisst", sagte Kyra Becker, die wieder mit Rasseln, Klappern und Tröten am Straßenrand stand und die Sportler anfeuerte.

Info Hinter dem cSc steht die Elisabeth & Bernhard Weik Stiftung. Sie wurde 1996 gegründet. Unternehmer Bernhard Weik brachte sein in 48 Berufsjahren aufgebautes Vermögen in die Stiftung ein.

Die Weik-Stiftung engagiert sich für den Behindertensport, fördert Schulen, unterstützt Interpreten von Mozart-Werken und ist im Bereich des Tierschutzes aktiv.

dirk neubauer

Quelle: RP
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