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Verlosung Am Samstag
Auf die Immigrather warten 288 Gänse

Verlosung Am Samstag: Auf die Immigrather warten 288 Gänse
Freuen sich auf eine gesellige Zusammenkunft bei Erbsensuppe, Frischgezapftem und Musik: die beiden Wendts - Sohn und Vater Scheffels (r.) - sowie Werner Zwank von der 70-köpfigen Aktion Immigrather Bürger. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Die Immigrather Geschäftsleute sind auch diesmal wieder spendabel: 288 Gänse werden am kommenden Samstag am Immigrather Platz verlost. So viele hat Wendt Scheffels junior von der Aktion Immigrather Bürger (AIB) gezählt. "Letzter Einwurf der Lose ist um 13 Uhr, dann geht es los", sagt der 37-Jährige.

Gefeiert wird wieder in der historischen Scheune von Familie Scheffels hinter der "Löwen-Apotheke". Um 12 Uhr beginnt der Verkauf von Speisen und Getränken. Die Gänse mit einem Gesamtgewicht von rund 1200 Kilo wurden von 108 Immigrather Geschäften, Firmen und Privatpersonen gespendet. Bei einer Sonderverlosung können die Teilnehmer noch einen 100-Euro-Warengutschein gewinnen.

Bürgermeister Frank Schneider, selbst Immigrather, wird als Glücksfee die erste Partie der Lose ziehen. Prinzenpaar, Kinderprinzenpaar und andere Langenfelder Persönlichkeiten sorgen für Auslosung der weiteren Gänse. Musikalisch trägt Alleinunterhalter Helmut Döring zu dem November-Spaß bei. AIB-Vorstand Werner Zwank stellt die Spender der Gänse vor.

Das Angebot von Speisen und Getränken ist der Jahreszeit angepasst: Erbsensuppe, Thüringer Rostbratwürste, Waffeln, Glühwein, Kaffee, sowie Alt und Kölsch, Limo, Cola und Wasser. Für Kinder ab sechs gibt es eine Gratis-Betreuung in der Tanzschulte "Dancegate". Hierzu ist der Hintereingang der Tanzschule auf dem direkt angrenzenden Hof geöffnet. Hinweise am Eingang zum Gänsemarkt sind vorhanden.

Neugierig auf die Aktion Immigrather Bürger? Deren Mitglieder treffen sich regelmäßig donnerstags abends im "Alten Bahnhof", Bahnstraße 1 - das nächste Mal bereits morgen. Weitere feststehende Termine sind am 14. Dezember, 11. Januar und 15. Februar. Jeder Interessierte ist willkommen.

Über die Geschichte Immigraths weiß Wendt Scheffels senior besonders gut Bescheid. "Der Name ,Immig-rath' kommt einerseits von "roden" ("-rath"). ,Immig' wiederum kann abgeleitet werden vom Eigennamen ,Imicho' also ,die Rodung des Imicho', oder von ,Mich' das ist ein alter Ausdruck für ,Bach', also Rodung am Bach", erklärt der 74-Jährige. Zwischen 1000 und 1300 - so schätzt Scheffels - wurde die erste Siedlung gegründet. Die "Rodung am Bach", also dem heutigen Immigrather Bach, ergäbe Sinn. "Der Bach ist seit zirka 1930 verrohrt und liegt unter dem südlichen Bürgersteig der Solinger Straße", erklärt der Heimatkundler.

Die Solinger Straße war eine der wichtigsten Verbindungen des Bergischen Landes zum Hitdorfer Rheinhafen. "Mit der Verschiffung in Hitdorf in Richtung Holland entging man dem Kölner Stapelrecht", weiß Scheffels. Daher herrschte schon vor mehr als 250 Jahren reger Verkehr auf der Immigrather Hauptachse. Die Immigrather lebten nicht schlecht von der Verpflegung der Fuhrleute und Pferde und von weiteren transportnahen Dienstleistungen. "Von der Hitdorfer Straße bis Landwehr gab es im Jahre 1878 insgesamt 29 Gaststätten und Vorspannstationen. Manches Pferd kannte seinen Weg besser als sein Fuhrmann", erzählt Scheffels.

Quelle: RP
 
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