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Kreisweit Engagiert
Beratungsstelle Pro familia feiert 25. Geburtstag

Kreisweit Engagiert: Beratungsstelle Pro familia feiert 25. Geburtstag
Mettmanns Bürgermeister Thomas Dinkelmann überreichte einen Blumenstrauß an Beratungsstellenleiter Andreas Müller und das Pro-familia-Team, das auch in Langenfeld und Monheim, zum Beispiel an Schulen, berät. FOTO: Achim Blazy
Langenfeld. Die Beratungsstelle in Mettmann wird häufig frequentiert. Ihr kreisweiter Schwerpunkt ist Sexualpädagogik an den Schulen. Zu ihrem 25-jährigen Bestehen lobte der Landesvorsitzende des Trägervereins, Rainer Hecker, bei einem gut besuchten offiziellen Empfang die qualitativ gute und engagierte Arbeit der sechs Mitarbeiter in der Mettmanner Beratungsstelle mit Andreas Müller an der Spitze. Er ging auf die Anfänge im Jahr 1992 ein und gab einen Überblick der Arbeit der Beratungsstelle in den vergangenen 25 Jahren. Dabei machte er deutlich, wie sich die Themen im Zeitablauf geänderte haben und wie wichtig gerade die Arbeit in der Schwangerschaftskonfliktberatung und der Sexualpädagogik an den Schulen und bei anderen Bildungsträgern sei.

Es sei sehr wichtig, dass sich Pro familia als Freier Träger wirksame Hilfe anbiete. Hecker lobte zudem das Engagement des seit zehn Jahren bestehenden Fördervereins. Ohne die Arbeit des Fördervereins wären viele Aufgaben kaum zu bewältigen. Die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Marianne Münnich, machte deutlich, dass der Förderverein mit seinen 52 Mitgliedern, der seine Gelder vor allem aus Mitgliederbeiträgen und von Sponsoren bekomme, dort einspringe, wo beispielsweise der Kreis Mettmann oder andere öffentliche Einrichtungen nicht mehr helfen können. Sie würde sich freuen, wenn die Sponsoren nicht nur schwerpunktmäßig aus der Stadt Mettmann, sondern auch aus anderen kreisangehörigen Gemeinden kämen. "Die Pro familia ist schließlich für den gesamten Kreis Mettmann zuständig", betonte sie. Ihr Dank galt der gestorbenen langjährigen Vorsitzenden Hedy Scholz, die sich unermüdlich für die Belange des Fördervereins einsetzte. "Hedy Scholz war die Seele des Fördervereins, der wir viel zu verdanken haben." Mittlerweile hat die Mettmannerin Andrea Rottmann den Vorsitz übernommen. Bürgermeister Thomas Dinkelmann wies bei seinem Grußwort darauf hin, dass die Beratungsstelle der Pro familia direkt im Zentrum der Kreisstadt liege und deshalb für die Klientel gut zu erreichen sei.

Anhand einer Power-Point-Präsentation beleuchtete Peter Rüttger die Entwicklung der Sexualität in den Jugendkulturen und sprach dort unter anderem auch die früheren Strafdelikte wie den Kuppeleiparagraphen oder den lange Zeit geltenden Paragraf 175 zur Homosexualität zwischen erwachsenen Männern und Jugendlichen an.

Beratungsstellenleiter Andreas Müller stellte am Rande des Empfangs heraus, dass die Einrichtung von vielen Hilfesuchenden aufgesucht werde und vor allem das Kernthema Schwangerschaftskonfliktberatung im Fokus der Arbeit stehe. Auch die Sozialberatung nehme einen großen Stellenwert ein, denn Frauen und Paare jedes Alters und unabhängig vom Einkommen informieren sich über die Themen wie Elterngeld und Elternzeit. Zugenommen habe auch die Beratung geflüchteter Menschen bei verschiedenen Sexualthemen.

Quelle: RP
 
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