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Neujahrsempfang
Bürgerverein kritisiert teuren Hühnerstall

Neujahrsempfang: Bürgerverein kritisiert teuren Hühnerstall
Der BAB-Vorsitzende Helmut Heymann bemängelte gestern in seiner Neujahrsansprache unter anderem die Grünflächenpflege in Baumberg. FOTO: MATZERATh
Langenfeld. Gestern war der 39. Neujahrsempfang des Baumberger Allgemeinen Bürgervereins (BAB), der 34. im Bürgerhaus, die 23. Neujahrsansprache des Vorsitzenden Helmut Heymann - und das vor mehr als 300 Gästen und damit vor so vielen wie noch nie. "Es ist mittlerweile der größte Neujahrsempfang in Monheim und darauf sind wir stolz", sagte der BAB-Chef.

In Sachen "Willkommenskultur" für Flüchtlinge zeigte Heymann sich einig mit Bürgermeister Daniel Zimmermann: "Das ist eine Mammutaufgabe, die alle Beteiligten in beeindruckender Weile meistern." Zimmermann warnte in seiner Rede davor, die Gewalttätigkeiten in der Silvesternacht in Köln zu instrumentalisieren: "Die Zeiten, in denen Anhand von biologischen oder ethnischen Merkmalen Menschen in Deutschland stigmatisiert wurden, sind vorbei."

Auch 2016 werde der Zustrom an Flüchtlingen ein zentrales Thema bleiben. Für 2015 rechnet die Stadt mit einem Haushaltsüberschuss von rund 40 Millionen Euro. Mehr als 20 Millionen Euro fließen bis 2020 in den Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes. Auch die neue Feuerwache und viele andere Millionen-Projekte stehen in den Startlöchern. Für Baumberg besonders wichtig ist die Umgestaltung der Hauptstraße, die nach Karneval beginnen soll. "Wir befürworten die Neugestaltung, aber die zentralen Probleme werden auch nach der Sanierung weiter existieren: Die Hauptstraße ist eine stark befahrene Durchgangsstraße, hat zu wenige Parkplätze und eine Struktur an Geschäften, die mit vielen Dienstleistungen nicht ausgewogen ist", sagte Heymann.

Er befürchtet zudem Probleme mit dem geplanten beidseitigen Radverkehr. Auf die Einzelhändler und Gastronomen sieht er wegen der Bauarbeiten deutliche Einbußen zukommen. Ein Dauerbrenner ist das Thema Grünflächenpflege in Baumberg, die nach Heymanns Ansicht nach wie vor stiefmütterlich behandelt wird - trotz jahrelangen Mahnens. "Einige Orte könnte man RTL als Drehort für das Dschungelcamp anbieten." Immer wieder gebe es Beschwerden von Bürgern. Fragen zum Haushaltsplan hat der BAB-Chef ebenfalls. Warum das Ulla-Hahn-Haus einen 40.000-Euro-Nachbau des originalen Hühnerstalls, in den sich die spätere Dichterin als Kind zurückzog, braucht, leuchtet ihm nicht ein - auch wenn der Schuppen als "Mini-Museum" dienen solle. Die 120.000 Euro für eine neue Bowlingbahn im Haus der Jugend hält er ebenfalls für fragwürdig: "Die Jugend hat heutzutage doch wohl andere Interessen", sagte Heymann. In Monheim gebe es einige Kegelbahnen, die weitgehend ungenutzt blieben. Zimmermann verteidigte den Ulla-Hahn-Hühnerstahl. Dieser sei mit Blick auf das Leseförderkonzept der Einrichtung sinnvoll. Und eine Bowling- sei nun mal keine Kegelbahn, betonte der Bürgermeister. dora

Quelle: RP
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