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Langenfeld
Donner, Blitz und Jazz im Burghof

Langenfeld. Wer wegen der kritischen Wettervorhersage auf den Besuch des jüngsten Jazz-Abends in der Wasserburg verzichtete, hatte falsch entschieden. Bis nach 22 Uhr erlebten die rund 150 Gäste an diesem lauen August-Freitag eine entspannt-fröhliche Open-Air-Session der Dusty Lane Jazzband.

Der "Outdoor-Veranstaltungsbeauftragte" des Fördervereins Haus Graven, Burkhard Worm, fand in Abstimmung mit der städtischen Kulturtochter Schauplatz GmbH eine in der Szene bekannte Formation. Die 1960 gegründete Band - sieben Musiker aus dem Ruhrgebiet - entwickelte aus der üblichen New-Orleans-Spielweise im Laufe der Jahre eine swingende Dixielandmusik, die stilistisch der Chicago-Richtung zuzuordnen ist. Bandchef Jürgen Schlitt gastierte erstmals in Langenfeld und war von der Wasserburg und dem Publikum gleichermaßen angetan. "Die U-förmige Bebauung des mittelalterlichen Burghofes schafft eine tolle Akustik, und die Zuhörer sind aufmerksam und neugierig", freute sich der Posaunist.

Lothar Marienhagen, Vorsitzender des Fördervereins, hieß Besucher unter anderem aus Wuppertal und Solingen willkommen - und natürlich etliche Langenfelder Musikfreunde, wie die meisten Jazzfans im Alter 55 plus. Erstmals fand der sommerliche Jazz im Burghof abends statt. "Wir nutzen bewusst die Programmpause in Stadthalle und Schaustall und achten bei der Terminansetzung auf die übrigen Festivitäten in der Region", begründete Marienhagen die Neuerung. Die Veranstaltung ist Teil des "Rheinischen Kultursommers 2015". Zwischen Mitte Juni und Mitte September sollen fast 200 Konzerte, Theaterabende, Lesungen, Ausstellungen die kulturelle Vielfalt des Landes belegen (mehr im Internet unter www.rheinischer-kultursommer.de).

Die Gäste waren zufrieden. "Die manchmal gemächlicheren Weise passen zum warmen Wetter", urteilte etwa die Langenfelderin Renate Theis, die als regelmäßige Besucherin das Ambiente des Burghofs schätzt. Ihre Freundin Dagmar van Endert, sonst eher Rockmusik-Liebhaberin, lobt die Organisation. Und Marlies Lüth sagt: "Nichts geht über Live-Musik!" Mit viel Applaus und der Zugabe "Petite fleur" endete der Abend. Das in der Ferne sich ankündigende Gewitter kam erst, als die fleißigen Helfer den Burghof aufgeräumt hatten. Wer moderneren Jazz mag, sollte sich den 11. September vormerken: Dann gastiert im Inneren der Wasserburg die Combo Laia Genc Liaison Tonique - mit Piano-Jazz von lyrischen Melodien bis hin zu groovigem Bandsound. mmo

Quelle: RP
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