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Runder Geburtstag
Ein Monheimer Kindergarten mitten im Wald

Runder Geburtstag: Ein Monheimer Kindergarten mitten im Wald
Abhängen unter Bäumen, auch das machen die Jungen und Mädchen aus dem Waldkindergarten gerne. Am liebsten sind (vl.l) Suri, Laura, Jonathan und Yannis (v. li., mit der Vereinsvorsitzenden Anja Kremer) aber in Bewegung. FOTO: Matzerath
Langenfeld. Zehn Jahre alt ist die Einrichtungen, die mit Jungen und Mädchen im Sommer und im Winter unter freiem Himmel spielt, inzwischen. Das hat der Waldkindergarten Monheim jetzt gefeiert.

Zu denjenigen, die ihre Kinder in die Einrichtung schicken, gehört Anja Kremer. Ihr Sohn Jakob geht seit zwei Jahren in den Waldkindergarten. "Damit er in der Natur aufwächst, sie kennenlernt und die Jahreszeiten erlebt", sagt sie.

Anja Kremer ist die Vorsitzende des Trägervereins. Jetzt beging der Kindergarten, der sein Revier mitten im Grünen an der Knipprather Straße hinter dem Friedhof hat, sein zehnjähriges Bestehen.

Dafür hatten die Eltern seit Monaten gearbeitet: T-Shirts ausgesprochen hübsch mit Blättern und Zitronenscheiben bedruckt, Turnbeutel verziert, Kuchen gebacken, gestrickt und gebastelt. Das Fest wurde unter Tannen gefeiert. Und auch wenn der Boden noch etwas matschig war, freuten sich die Besucher über den Sonnenschein und den Trödelmarkt unter Tannen. 17 Kinder gehen derzeit in den Waldkindergarten. Das heißt für sie: Sie sind jeden Tag an der frischen Luft, allenfalls wenn es stark regnet mal im Bauwagen. Der Stuhlkreis ist ein Kreis von Baumstümpfen, und wenn es im Winter um 7.30 Uhr noch dunkel ist, gibt es Scheinwerfer, die den Waldkindern leuchten.

In der Regel dehnt sich das Geschehen im Waldkindergarten bis in den Knipprather Wald hinein aus. Der Sohn von Anja Kremer ist jeden Tag warm angezogen bei der Gruppe von 17 Kindern dabei. "Das schöne ist hier auch der gedämpfte Lärmpegel", sagt die Mutter. "Ganz anders, als wenn 30 Kinder im geschlossenen Raum sind."

Kinder ab drei Jahre sind willkommen. Der Kindergarten ist von 7.30 bis 14 Uhr geöffnet. "Für alle, die halbtags arbeiten, ideal", sagt Anja Kremer. Das Mittagessen müssen die Kinder selbst mitbringen. Denn eine Kochgelegenheit gibt es nicht. Für Jakob ist der Waldkindergarten ein Traum. Glücklich durchstreift er sein Revier und darf so leben, wie es für uns Ältere als Kinder auf dem Land noch selbstverständlich war.

Isabel Klaas

Quelle: RP
 
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