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St.-Martinus-Krankenhaus
Langenfeld hat einen neuen Chefchirurgen

Langenfeld. Nach 17 Jahren geht im Richrather St.-Martinus-Krankenhaus eine Ära zu Ende: Dr. Philipus Setiadi, überregional bekannter Fachmann für Handchirurgie, setzt sich zur Ruhe. Der aus Indonesien stammende Mediziner übernahm die Chefarztstelle 1998. Rund 9000 Notfälle und mehr als 1700 Operationen pro Jahr fordern Chef und Team. Die Versorgung bei komplexen Knochenbrüchen, Handverletzungen - oft als Unfallfolgen - die mikrochirurgische Rekonstruktion von Nerven und kleinen Gefäßen war sein Spezialgebiet. Erfolge seien dabei immer Folge "einer guten Mannschaftsleistung". Seine Beliebtheit, Freunde und Kollegen glauben, sie liegt in seiner ungewöhnlichen Kommunikationsfähigkeit begründet, zeigte sich jetzt auch bei seiner feierlichen Verabschiedung. "Egal ob Oberärzte, Praktikanten, Reinigungs- oder Küchenkräfte, er zeigt Interesse, hat für jeden ein freundliches Wort", erzählt eine Klinikmitarbeiterin.

Verwaltungsdirektor Dr. Jörg Köster begrüßte in der Richrather Schützenhalle fast 300 Gäste. Neben festlich launigen Reden, etwa vom Ärztlichen Direktor Dr. Reinhard Tönissen, Schwester Mediatrix und Geschäftsführer Ingo Morell von der Gesellschaft der Franziskanerinnen Olpe, erfreuten sich die Zuhörer am von Setiadi besonders geschätzten "Duo Seidenstraße". Chanyuan Zhao (Harfe) und Benjamin Leuschner (Trommel) verbinden mit ihrer Musik die asiatische mit der westlichen Welt. Die Klinikmitarbeiter hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen. "Eine Karte hätte für alle Unterschriften nicht ausgereicht, also füllten wir ein Buch", erzählte Heike Gerner, Setiadis langjährige Sekretärin. Am Ende der Bemühungen von ihr und der Oberärzte Günther Stephan, Jens Vagt und Christoph Trappenberg stand neben einem Reisegutschein eine Art Poesie-Album, in dem sich viele Kollegen und ganze Stationen mit Fotos und Geschichten verewigten.

Neuer Chefarzt der Unfallchirurgie wird zum Oktober Prof. Dr. Christian Simanski (48), der fast 20 Jahre an der Klinik in Köln-Merheim tätig war. Der gebürtige Westfale - Abitur in Gerolstein, Studium in Bonn - verfügt über eine zusätzliche Qualifikation als "Fußchirurg". Beide Ärzte kennen sich lange, es gab häufig Kontakte in gemeinsamen Behandlungsfällen. In seiner kurzen Vorstellung bei der Verabschiedung Setiadis dankte Simanski für "die nicht selbstverständliche Unterstützung des ausscheidenden Chefarztes für seinen Nachfolger".

Zufrieden zeigte sich auch Köster über das Bewerbungs- und Auswahlverfahren. "Es gab viele gute Bewerbungen - sowohl unser Haus als auch der Standort Langenfeld haben einen guten Ruf". mmo

Quelle: RP
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