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O Cologne
Monheimer reisen in die Franzosen-Zeit

Langenfeld. Der Monheimer Freundeskreis Bourg-la-Reine organisierte für seine Mitglieder und interessierte Monheimer einen Stadtrundgang durch Köln unter dem Aspekt "Köln zur Franzosenzeit (1794-1814)". Zu den historischen Fakten wusste der Führer Histörchen mit Lokalkolorit zu erzählen - worüber die Freunde der Monheimer Partnerstadt immer wieder schmunzeln mussten. "Cologne, eine der schönsten Städte Frankreichs" - so sprach Napoleon. Als 1794 die zerlumpten Revolutionstruppen die Stadt ohne Gegenwehr besetzten, hätten die Kölner nie gedacht, dass für sie eine wahrhaft neue Zeit anbrach.

1801 wurden die linksrheinischen Gebiete mit Köln, Aachen, Bonn und Mainz offiziell in das französische Staatsgebiet überführt. Das war das Ende der vormals Freien Reichsstadt, die Kölner wurden französische Staatsbürger. Die mittelalterlichen "Altlasten" in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Rechtswesen wurden rigoros abgeschafft, der Code Civil wurde Rechtsgrundlage, das heißt Gleichheit vor dem Gesetz, Aufhebung der ständischen Privilegien, Enteignung der kirchlichen Besitztümer, Gewerbefreiheit. Als im Januar 1814 die Preußen in die Stadt einzogen, behielten die Kölner viele dieser Gesetzesänderungen bei.

Einige Vokabeln der Franzosenzeit wurden in die Preußenzeit hineingerettet. Bis heute lebt das Französische in der kölschen Sprache fort, so in "kötten" ( quêter = betteln) oder "us de Lamäng" (la main - aus dem Handgelenk/Stehgreif). Da Kölsch die einzige Sprache ist, die man auch trinken kann, stärkten sich die Frankreich-Freunde nach der Führung im "Brauhaus am Rhein".

Quelle: RP
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