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Monheim
Physiotherapeutin schreibt jetzt Romane

Langenfeld. Von der Behandlungsbank zum Bücherschrank - so lässt sich der berufliche Werdegang von Ursula Müller in knappe Worte fassen. Denn die Monheimerin hat den Schritt gewagt und ihr Hobby zum Beruf gemacht. "Vor zwei Jahren habe ich mich endgültig entschlossen, mein eigener Chef zu sein. Ich habe dann meine Praxis aufgegeben und bin Fulltime-Autorin geworden", erzählt die 58-Jährige.

1982 eröffnete sie ihre Physiotherapie-Praxis in der Monheimer Altstadt. Ihre Erlebnisse und Gedanken hielt Müller damals in einem Tagebuch fest. "Die Texte wurden dann immer länger und irgendwann kam der Wunsch auf, auch mal etwas Fiktives zu schreiben", erzählt Müller. Darauf verfasste sie ein Kinderbuch sowie mehrere Kurzgeschichten, mit denen sie bei Schreibwettbewerben erfolgreich war.

"Meine Umstellung zur Autorin war im Endeffekt ein fließender Übergang", sagt sie. Die therapeutische Arbeit reichte der vierfachen Mutter nicht mehr aus. Der Drang, nur noch zu schreiben und das Kino im Kopf aufs Papier zu bringen, wurde immer größer. Deshalb gab sie vor zwei Jahren ihren Job als Therapeutin auf. "Die Kreativität hat mir bei der Physiotherapie gefehlt. Im schriftstellerischen Bereich sind einem keine Grenzen gesetzt, das finde ich so faszinierend daran."

Inzwischen hat die Monheimerin schon zwei Romane verfasst. Unter dem Titel "Der Rollenkavalier" und "Mobbic Walking" veröffentlichte sie zwei Frauenbücher, in denen sie sich mit viel Humor und Tiefsinn den Problemen und Freuden des Älterwerdens widmet und amüsante Geschichten aus dem Alltag erzählt. "Momentan sind meine Romane nur als E-Book verfügbar oder man kann sie im Internet bestellen", sagt sie. Aber das wird sich bald ändern, denn "Mobbic Walking" soll ab Oktober als Taschenausgabe in den Buchhandlungen erscheinen.

"Das wird spannend, wenn ich dann mein eigenes Werk im Schaufenster liegen sehe", freut sich "Ulla B. Müller", so ihr Autorinnenname. Anderthalb Jahre habe es gedauert, bis sie den ersten Roman fertig hatte. "Vormittags schreibe ich an meinen Büchern, nachmittags kümmere ich mich um das Marketing und verbessere und formatiere gemeinsam mit meinem Mann die Texte." Von ihrer Familie und von Freunden hat sie von Anfang an viel Unterstützung erfahren: "Meine Kinder machen fleißig Werbung für mich und mein Mann hilft mir enorm bei der Produktion meiner Romane." wölf

Quelle: RP
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