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Glamour
Stars aus der "Lindenstraße" besuchen Monheim

Langenfeld. Seit 30 Jahren gehören die Bewohner der Lindenstraße für viele Menschen zu den vertrautesten Nachbarn. Jeden Sonntag verfolgen Millionen von Zuschauern die kleinen und großen Schicksalsschläge, die Liebesdramen und Alltagssorgen der in München spielenden und in Köln produzierten Dauerserie. Jetzt haben zwei der Hauptdarsteller den Weg nach Monheim gefunden und ihren Fans Rede und Antwort gestanden.

Etwas mitgenommen sieht Erkan Gündüz aus, die Augen müde, Dreitagebart, lässig gekleidet im übergroßen Parka. "Ich hab gestern Nacht gefeiert", grinst er entschuldigend und greift zu seinem Wasserglas. Dabei steht dem 42-jährigen Lindenstraßenschauspieler das Verwegene richtig gut und grenzt ihn optisch ein wenig von seiner Rolle des "Murat Dagdelen" ab- der liebevolle Gutmenschfamilienvater, der von seiner ewig hinterlistigen Ehefrau Lisa hintergangen wird.

Dass der in Stommeln lebende Erkan Gündüz einen verregneten Sonntagabend gemeinsam mit seinem Schauspielkollegen Amorn Surangkanjanajai in einem Monheimer Irish Pub verbringt, ist übrigens kein Zufall. Spielmanns-Inhaber Markus Preikschat war 13 Jahre lang Produktionsfahrer beim WDR, bevor er im vergangenen Jahr die Kneipe übernahm. "Wir sind bei der Lindenstraße wirklich 'ne Familie und untereinander richtig gute Freunde geworden", erklärt Gündüz und klopft dem Wirt kräftig auf die Schulter.

Viel Wind hatte Markus Preikschat um den prominenten Besuch nicht gemacht, dementsprechend wenig Fans sind in den Irish Pub gekommen. Die aber zeigten nach leichter anfänglicher Scheu kaum Berührungsängste und nutzen die gemütliche Stimmung in kleiner Runde, um den Schauspielern auf den Zahn zu fühlen. "Wo ist denn der Unterschied zwischen Ihnen und Ihrer Rolle als Murat?", fragt Miriam. "Ganz einfach", antwortet Erkan Gündüz mit einem Augenzwinkern "Murat hat einen Bioladen und ich nicht."

Alle lachen. "Aber mal ernsthaft, Murats Rolle ist schon extrem fixiert auf Gutmütigkeit, ich bin auch gutmütig, aber das bei Murat ist ja völlig übertrieben." Julian möchte wissen, wie man Komparse bei der Lindenstraße wird. Die Frage kann auch Markus Preikschat beantworten. "Das ist gar nicht so schwierig. Einfach Kontakt mit der Presseabteilung aufnehmen", rät der Wirt.

Monika Mittler ist 50 Jahre, seit dem Beginn der Lindenstraße vor 30 Jahren hat sie kaum Folgen verpasst. "Ist das aufregend", sagt sie leise und betrachtet die beiden Schauspieler ganz genau. "Die Gesichter sind einem ja so vertraut, unglaublich", flüstert sie, um kurz darauf, "Gung" und "Murat" um ein gemeinsames Foto zu bitten.

Den Lindenstraßenstars macht der Kontakt mit den Fans sichtlich Spaß, breitwillig lassen sie sich löchern.

"Echt cool, die Beiden. Und toll ist, dass sie so nett und bodenständig geblieben sind", resümiert Jens. Erkan Gündüz lehnt sich zurück. "Noch Fragen?", will er nach etwa einer Stunde wissen und grinst gespielt cool.

Eine Wichtige gibt es noch zu klären. "Wird er auf der Straße als Murat angesprochen?" "Und ob", lacht er und teilt damit das Schicksal eines jeden Serienstars. "Die Leute kriegen es nicht gebacken, dass das nur meine Rolle ist. Selbst meine eigene Mutter vergisst das zeitweise. Dann ruft sie mich an und fragt mich dann allen Ernstes, wie ich mir das alles gefallen lassen kann, wenn meine Schauspielehefrau Lisa mich mal wieder hintergangen hat." dani

Zum 30. Geburtstag der Lindenstraße gibt es am kommenden Sonntag erstmalig eine live gespielte Folge.

www.lindenstrasse.de

Quelle: RP
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