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Sportlich
Wo die "Eisprinzessin" mitten im Sommer tanzt

Langenfeld. Rund 100 Tänzerinnen (und ein Junge) im Alter von drei bis 38 Jahre brachte Ines Hoven auf die Bühne der Aula am Berliner Ring. Eigentlich hätte das getanzte Märchen von der Eisprinzessin Elsa und ihrer Freundin Anna ja eher in die Adventszeit als in den Sommer gepasst. Doch da gab es leider nicht den entsprechenden Aufführungsraum, sagt Ines Hoven, Tanzpädagogin und Chefin im "Tanzraum". Obwohl es auf der Bühne zwei Stunden lang mit Schneeflöckchen, Eiskristallen und Eisblitzen sehr frostig zuging, wurde es den Zuschauern doch sehr warm ums Herz. Allzu putzig präsentierten die Drei- bis Fünfjährigen in ihren Tütüs ihre ersten Schritte und Sprünge auf der Bühne, trippelten und hopsten zur Musik und nahmen den tosenden Applaus aus dem Publikum mit strahlendem Lächeln entgegen.

Mit viel Liebe zum Detail und netten Einfällen hatten Hoven und Barbara Stephan ein buntes Sing- und Tanzspiel inszeniert. Vom klassischen Ballett mit Spitzentanz über Hip Hop, Breakdance, modern Dance bis zum Musical reichte das Repertoire der Darsteller. Wunderbar die Hip-Hop-Einlage der kleinen Stein-Trolle in ihren braunen Umhängen. Oder der Tanz der Eismonster in ihren eng anliegenden Bodys zu elektronischer Zukunftsmusik. Es wirbelten die jüngsten der Tanzschule als duftige Schmetterlinge über die Bühne, während die Teenager als orientalische Prinzessinnen das Publikum entzückten. Bis zum Happy-End gab es eine Menge Dramatik und Verwicklungen, getanzt, gesungen und choreografiert von einem engagierten Team. "So ein Märchen lässt viele Möglichkeiten zu. Da kann man alle Tanz-Stile verbinden", sagt Hoven. Sie wolle unbedingt allen ihren Schülern die Möglichkeit geben, vor Publikum aufzutreten. In Ermangelung männlicher Tanzschüler mussten die Mädels in die Rollen der Prinzen und Eisfarmer schlüpfen. Selbst Schneemann Olaf und das Rentier wurden von Tänzerinnen dargestellt. "Mit Kusshand würde ich in der Tanzschule auch Jungen nehmen", sagt Hoven, "aber die trauen sich nicht. Wenn sie die ganzen Mädchen sehen, gehen sie schnell wieder." Allein Ruben Kingston hat den Mumm, sich zu behaupten. Und das machte er prima. Ein Jahr Proben stecken hinter "Anna und Elsa". "Das haben wir aber jetzt definitiv zum letzten Mal aufgeführt", sagt die Tanzpädagogin. Sie sei damit dem Wunsch vieler Monheimer nachgekommen, die bei der Februar-Aufführung keine Karten mehr bekamen. Isabel Klaas

Quelle: RP
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