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Langenfeld/Monheim
Städte schneiden jetzt Bäume zurecht

Langenfeld/Monheim: Städte schneiden jetzt Bäume zurecht
Denis Schiefer schneidet die Kronen der Platanen mit der Motorsäge. In Monheim werden 149 Bäume winterfest gemacht. FOTO: RALPH MATZERATH
Langenfeld/Monheim. In Monheim stehen rund 150 Platanen auf dem Plan. Der Schnitt ist notwendig, um die Form der Bäume zu erhalten. Von Dorian Audersch

Noch stehen die Platanen im Monheimer Stadtgebiet im vollen Grün. Die Baumkronen sind voll, der Wind säuselt durch die sich allmählich verfärbenden Blätter. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Gewächse ihr Laub fallen lassen. Wenn Denis Schiefer seine Kettensäge ansetzt, bleibt davon nicht mehr viel übrig. Er ist dafür zuständig, dass in den kommenden Wochen 150 Platanen zurückgeschnitten werden. Mehrere Wochen sind er und seine Kollegen der Firma Lengeling im Stadtgebiet unterwegs.

"Wir brauchen im Schnitt etwas mehr als eine Stunde pro Baum", sagt der gelernte Gärtner, der sich zum "European Tree Worker" fortbilden ließ. "Die Platanen werden zurück auf Kopf geschnitten. Das ist alle zwei Jahre notwendig." Ohne den regelmäßigen Grünschnitt, meint der 32-Jährige, bestehe durchaus eine Gefahr für parkende Autos. "Wenn die vielen Triebe aus den Hauptästen zu stark werden, könnten Teile der Baumkrone abbrechen."

Zudem schlägt die Stadt quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Durch die momentan laufende Aktion werden die Bäume rechtzeitig von Geäst befreit, bevor sie ihr Blattwerk fallen lassen. Es entfällt also zumindest bei den Platanen das Aufsammeln und Entsorgen des Laubs. Rund 16.000 Euro kostet das Zurückschneiden der Bäume. Die Grünpflege konzentriert sich auf die Nieder- und Krischerstraße, wo besonders viele Platanen stehen. Aber auch sonst gibt es einige Stellen im Stadtgebiet, wo die Bäume zu finden sind. "In den kommenden Wochen haben wir einiges zu tun", meint Schiefer, der mit fahrbarer Arbeitsbühne, Kettensäge und Häcksler unterwegs ist. In letzterem werden die Äste gleich vor Ort zerkleinert und auf den Transporter geladen.

Jan-Philipp Blume vom städtischen Grünflächenamt betont, dass die gewünschte Dachspalierform nicht nur der Sicherheit wegen bevorzugt wird, sondern auch aus ästhetischen Gründen. "So halten sich die Kronen auf einer Höhe", sagt er. In jungen Jahren seien viele der Platanen einst auf diese Form gebogen worden. Platanen seien klassische "Stadtbäume", deren Pflege vergleichsweise aufwendig ist. "Viele stehen schon seit mehreren Jahrzehnten in der Stadt. Wir haben also eine gewisse Routine, was das Zurückschneiden angeht."

Darüber hinaus stehen noch Grünpflegearbeiten an den Schwarz- und Silberpappeln im Rheinbogen und den Linden an der Brandenburger Allee an - sowie der Anstrich einiger Stämme an der Rheinpromenade. Dort sollen die Bäume mit weißer Farbe vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden. "Wenn die sich aufheizen, entstehen Risse, durch die Pilze in das Innere eindringen können und den Baum schädigen", sagt Blume.

In Langenfeld sind die Mitarbeiter des Betriebshofes derzeit ebenfalls unterwegs, um insgesamt 110 Platanen zu beschneiden - vor allem an der Hauptstraße und rund um das Rathaus. "Außerdem stellen wir in den kommenden Wochen das Straßengrün und die Beete in Kreisverkehren auf Herbst- und Winterbepflanzung um", sagt Patrick Sahm vom Betriebshof. Gelbe und blaue Stiefmütterchen sowie Silberblatt sollen gesetzt werden.

Quelle: RP
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