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Aleksandra Rosenkranz
Staffordshire-Mischling Kuschel muss ins Heim

Aleksandra Rosenkranz: Staffordshire-Mischling Kuschel muss ins Heim
"Ein lieber alter Opa", sagt Aleksandra Rosenkranz über Kuschel. FOTO: rm-
Langenfeld. Als Besitzerfamilie aus anderem Bundesland nach NRW zog, musste sie den so genannten Listenhund abgeben.

Es gibt kein bundeseinheitliches Heimtiergesetz. Hundeverordnungen unterscheiden sich in den Bundesländern. Das betrifft besonders die so genannten Listenhunde. Im Hildener Tierheim, das auch für Langenfeld und Monheim zuständig ist, erzählt Hundepflegerin und -trainerin Aleksandra Rosenkranz davon.

Warum musste Staffordshire-Mischling Kuschel seine Familie verlassen?

ROSENKRANZ Seine Familie lebte zuvor in einem Bundesland ohne Auflagen. Leider hatte sie sich nicht informiert, als sie nach NRW zog. Kuschel ist sozusagen illegal eingeführt worden. Zudem erlaubt hier der neue Wohnungsvermieter den Hund nicht.

Wie reagierte die Familie?

ROSENKRANZ Es waren schlimme Momente und ein tränenreicher Abschied von ihrem Kuschel.

Wie wichtig war Kuschel für seine Familie gewesen?

ROSENKRANZ So wichtig wie ein drittes Kind. Von der Welpenzeit an war er mittendrin. Liebte besonders die Kinder, den Trubel um sich herum. Er war der Ruhepol, der auf alles achtete und immer die Nähe seiner Familie brauchte und suchte.

Es gab in der Familie noch einen jungen Hund, einen Pitbull. Was ist mit ihm?

ROSENKRANZ Er hat schon einige Interessenten, also eine gute Chance vermittelt zu werden.

Was können Sie über Kuschel sagen?

ROSENKRANZ Er ist ein alter Opa und sehr verschmust. Liebt es, wie sein Name sagt, zu kuscheln. Lässt sich auch gerne bürsten. Hauptsache - Kontakt zum Menschen. Er ist sehr sozialverträglich, selbstbewusst und freundlich. Schwimmen oder Regen mag er gar nicht. Andere Hunde auch nicht, nachdem er als Welpe gebissen worden war. Er hält sie am liebsten auf Abstand.

Gibt es denn eine Chance, dass seine Familie ihn wieder zurückholen darf?

ROSENKRANZ Nein. Hier in NRW gibt es eben die Auflagen bezüglich Listenhunden. Mit der Abgabe ihres Hundes hier im Tierheim treten sie alle Rechte ab. Und ihr Mietvertrag läuft ja noch über ein Jahr.

Was halten Sie von diesen Gesetzen und Verordnungen?

ROSENKRANZ Sehr verwirrend, weil nicht einheitlich. So viele Nischen und Schlupflöcher. Zum Beispiel gibt es selbst in kleinen Kommunen wie Hilden, Langenfeld oder Ratingen voneinander abweichende und auch wieder wechselnde Verordnungen. Man muss sich immer neu informieren. Aufgrund der nicht bundeseinheitlichen Gesetze kann es dann viel Leid geben - wie man es gerade am armen Kuschel sieht.

ASTRID SCHOENE FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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