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Langenfeld
Stifterin unterstützt Städtepartnerschaft mit Ennis

Langenfeld. Birgit Roick fördert über Sparkassenprojekt Verbindung Langenfeld/Ennis. Christa Quermer stiftet für Alte und Kinder. Von Martin Mönikes

Wer mit einer Stiftung Gutes tun möchte, muss kein Millionär sein. Über ein Projekt der Langenfelder Stadt-Sparkasse ist dies schon mit relativ kleinen Beträgen möglich. Davon profitieren jetzt Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Kinderschutzbund und der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft mit dem irischen Ennis. Vertreter dieser drei Einrichtungen nahmen jetzt in der Wasserburg Haus Graven an der festlichen Übergabe von Urkunden an Langenfelder Wohltäter teil. Bürgermeister Frank Schneider lobte das Engagement der Stifterinnen Christa Quermer und Birgit Roick als "beispielhaft".

Laut Sparkassenchef Dirk Abel bietet das Geldinstitut mit dem Projekt "Gut für Langenfeld" die nötige Infrastruktur, um dauerhaft eine Stiftung nach eigenem Wunsch einrichten zu können. "Mit Beträgen ab 20 000 Euro kann jeder bleibende Spuren hinterlassen", ergänzt Christoph Grote, Leiter der Vermögensberatung. "Es können sich auch mehrere Personen zu Gruppen zusammentun." Seit der Gründung 2010 wurden bereits sechs aktive Fonds angestiftet sowie 20 testamentarische Verfügungen getroffen; mit einer Gesamtsumme im zweistelligen Millionenbereich.

Der Stifter bestimmt über den guten Zweck und die jährlichen Ausschüttungen. Christa Quermer wollte sowohl Senioren, als auch Kindern gutes tun. Sie hat somit die Wahl, welche Projekte der Kinderschutzbund aus ihren Erträgen unterstützt bzw. wie sie dem SkF beim neuen Aufgabengebiet "Senioren unterstützender Dienst" hilft. Birgit Roick wird besondere Aktivitäten der Städtepartnerschaft mit Ennis fördern. Anlässlich einer Volkshochschul-Fahrt im Langenfelder Irland-Jahr hatte sie den Ort kennengelernt.

Bürgermeister Schneider lobte bei der Feier beide Langenfelderinnen dafür, sich als "Stifterinnen" zu outen, "um durch solch konkrete Beispiele die Idee zu multiplizieren". Die Möglichkeiten sind breit gefächert: Kultur, Soziales, Jugendförderung, Sport, Umweltschutz. Laut Vermögensberater Andreas Nutz sollte es sich allerdings um Langenfelder Themen handeln. Wenn sich Interesse und Prioritäten im Laufe der Zeit wandeln, kann der Stiftungszweck sogar zu Lebzeiten noch geändert werden. "Der Aufwand einer Stiftung ist sehr gering, wir kümmern uns um alle organisatorischen Fragen und sorgen für rechtliche Sicherheit."

Neben diesem Projekt betreibt die Sparkasse die 1993 gegründete "Bürgerstiftung, die ökologisch, kulturell und sozial nachhaltige Projekte in Langenfeld unterstützt.

Quelle: RP
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