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Langenfeld
Stifterpaar unterstützt besondere Projekte am KAG

Langenfeld. Gisela und Alois Serres aus Langenfeld haben bei der Stadt-Sparkasse einen Stiftungsfonds für die Begabtenförderung angelegt.

Unter dem Dach der Stiftergemeinschaft "Gut für Langenfeld" ermöglicht es die Stadt-Sparkasse den Langenfeldern, mit einem Startkapital von 20.000 Euro zum Stifter zu werden. Diesen Schritt haben jetzt Gisela und Alois Serres gewagt und einen Stiftungsfonds zugunsten der Begabtenförderung am Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) angelegt. Dirk Abel, Vorstandschef der Sparkasse, überreichte Alois Serres jetzt die Stiftungsurkunde.

Vor drei Jahren führten die Eheleute das erste Gespräch mit Holger Bobe, Vermögensberater der Sparkasse. Darin ging es um ihre Nachlassregelung. Denn Kinder oder andere geeignete Erben haben die Serres' nicht, sodass nach einer Alternative gesucht werden musste. Die Idee, einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Stiftergemeinschaft "Gut für Langenfeld" zu gründen, gefiel den beiden auf Anhieb.

Doch wer sollte Stiftungsbegünstigter sein? Gisela und Alois Serres überlegten gründlich und entschieden sich schließlich dafür, die Bildung von Kindern zu unterstützen. "Lernen hat ja noch nie geschadet", sagt Gisela Serres lächelnd. Schon ihr Vater habe immer gesagt, Gelerntes könne man ihr nicht wegnehmen, erinnert sich die Langenfelderin an die Nachkriegszeit. Gerade bei den Mädchen habe es damals oft geheißen: Warum soll die etwas lernen, die heiratet doch eh, erzählt die Stifterin. Von solchen Einlassungen habe sie sich jedoch nie unterkriegen lassen.

Jahre später trug eine andere Begebenheit dazu bei, dass ihr Stiftungsfonds nun die Bildung von Kindern fördert. "Wir haben uns eine Zeit lang um zwei Jungen aus der Nachbarschaft gekümmert und ihren Werdegang unterstützt", sagt Alois Serres. So etwa durch die Übernahme der Studiengebühren. "Beide haben ihr Studium erfolgreich beendet und jetzt gute Jobs", ergänzt seine Frau Gisela stolz.

Und jetzt die Förderung weiterer Kinder und Jugendlicher. Im Konrad-Adenauer-Gymnasium, das als Stiftungsbegünstigter eingesetzt wurde, ist die Freude groß. "Für uns ist das einmalig", sagt Schulleiter Stephan Wippermann-Janda. "Durch die Stiftung können wir bei den Kindern in die Einzelförderung gehen, was sonst kaum möglich wäre." Das erste von der Stiftung finanzierte Projekt wird ein Vocal-Workshop sein. "Wir konnten eine Trainerin für uns gewinnen, die mit den Schülern Arien einstudiert und die Kinder professionell schult", berichtet der Schulleiter.

Welche Projekte folgen, entscheidet das KAG in Abstimmung mit den Stiftern. "Wir hoffen, dass noch viele Leute unserem Beispiel folgen und auch einen Stiftungsfonds gründen", sagt Gisela Serres. "Denn Millionen sind dafür wahrlich nicht nötig."

(gut)
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