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Schäden in der Autobahn
Stillstand auf der A3

Schäden auf der A3 bei Leverkusen
Schäden auf der A3 bei Leverkusen FOTO: Uwe Miserius
Langenfeld. Auf der A3 sind unerwartete Straßenschäden durch die gerade erst begonnene Baustelle entstanden. Betonplatten sind auf mehreren hundert Metern abgesackt. Es gab kilometerlange Staus.  Von Susanne Genath

Auf der Autobahn A3 Richtung Norden ging am Montag zeitweise gar nichts mehr. Der Landesbetrieb musste ab dem Nachmittag zwischen den Anschlussstellen Leverkusen und Langenfeld zwei von drei Fahrspuren sperren. Dadurch gab es einen mehrere Kilometer langen Rückstau bis zum Kreuz Köln-Ost. Grund waren unerwartete Straßenschäden - entstanden durch die gerade erst begonnene Baustelle. Denn die Autobahn soll auf dem Teilstück einen neuen Fahrbahnbelag bekommen.

"Am Wochenende hatten wir die Baustelle eingerichtet und den Verkehr mehr zum Mittelstreifen hin verlegt", berichtete Straßen NRW-Sprecherin Sabrina Kieback. Womit keiner gerechnet habe: Dass die Betonplatten an der Mittelleitplanke dem erhöhten Verkehrsaufkommen nicht standhalten würden. Das stellten Arbeiter gestern Mittag fest. "Die Platten sind auf mehreren hundert Metern abgesackt, zum Teil auch abgerissen. Dadurch sind bis zu sieben Zentimeter tiefe Löcher entstanden, einige sogar tiefer." Lebensgefährlich für Motorradfahrer. "Wir mussten die Spur am Mittelstreifen - zurzeit ist das die mittlere Spur - sofort sperren."

Schäden auf der A3: zwei Spuren gesperrt

Am Nachmittag, mitten im Berufsverkehr, wurde dann auch die rechte Fahrspur gesperrt. "Die Löcher müssen mit schwerem Gerät ausgefräst und mit Asphalt gefüllt werden", erklärte Kieback. Dadurch stand Autofahrern Richtung Oberhausen nur noch die ganz linke Spur zur Verfügung, die wegen der Baustelle zurzeit über die Gegenfahrbahn führt. Problem: Von dort ist keine Abfahrt in Langenfeld möglich, ebenso wenig eine Auffahrt. Autofahrer konnten deshalb auch nicht auf die Autobahn A542 wechseln.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit Fahrzeugen zur Stauabsicherung im Einsatz. "Wir hoffen, dass am heutigen Dienstag alle Spuren wieder befahrbar sind", sagte Kieback. Die Arbeiten sollten gestern bis Mitternacht dauern. "Allerdings muss der Asphalt richtig aushärten." Außerdem war gestern auch noch nicht das ganze Ausmaß des Schadens ersichtlich. "Wir müssen auf der gesamten Baustellenlänge prüfen, ob eventuell noch an anderen Stellen Betonplatten abgesackt sind", berichtete die Sprecherin des Landesbetriebs.

Dass die Fahrbahn der Autobahn A3 marode ist, weiß der Landesbetrieb Straßenbau. Genau aus diesem Grund wird das Teilstück zwischen Leverkusen und dem Autobahnkreuz Hilden nun bis voraussichtlich zum Jahr 2019 saniert. Mit rund 120.000 Fahrzeugen pro Tag gehört es laut Landesbetrieb Straßenbau zu den am meisten genutzten Verbindungen zwischen den Ballungsräumen Rhein und Ruhr. Zuletzt wurde die Fahrbahn im Jahr 1999 erneuert.

Neben der Fahrbahndecke werden die Entwässerung, die Beschilderung sowie Leitplanken und Schutzsysteme saniert. Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, wird an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet. Der erste, etwa sieben Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Opladen und Langenfeld soll innerhalb von neun Monaten fertiggestellt sein.

Quelle: RP
 
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