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Langenfeld
Studium im Wohnzimmer von Fortuna Düsseldorf

Langenfeld. Ab dem Sommersemester 2017 heißt es für bis zu 30 Studenten: Stadion-Loge statt Hörsaal. Von Ludwig Krause

Zugegeben: Viel näher ran ans Herz des Sports dürfte niemand in Düsseldorf kommen - zumindest räumlich. Denn was das private Münchner Bildungsunternehmen Sportbusiness Campus und die DCSE (Düsseldorf Congress, Sport & Event GmbH) ab dem Sommersemester 2017 vorhaben, ist nicht ein Studium in Sichtweite oder am Rand der Arena. Die Studenten sollen ihre Seminare quasi im Wohnzimmer der Fortuna bekommen. In einer Loge mit Blick aufs Spielfeld.

"Düsseldorf ist der perfekte dritte Standort für unseren privaten Hochschulcampus", sagt Katrin Lehmann, Geschäftsführerin von Sportbusiness Campus. Angeboten werden sollen Studiengänge der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit Schwerpunkt im Sportgeschäft. Um es vereinfacht auszudrücken: Während in einem gewöhnlichen BWL-Studiengang die Geschäftszahlen von Siemens angeschaut werden, wäre hier eher der Jahresbericht von Manchester United interessant. Oder jener der Fortuna, natürlich.

In der Referenzliste des Unternehmens stehen zwei Bundesligavereine: In Kooperation mit der (derzeit zweitklassigen) Spielvereinigung Greuther Fürth betreibt man seit Herbst 2014 den Kleeblatt-Campus, beim diesjährigen Champions-League-Teilnehmer Wolfsburg ist seit Februar 2015 der VfL Campus beheimatet.

Jetzt also Düsseldorf, die erste Kooperation über einen einzelnen Verein hinaus. "Die Stadt steht für Sport und Bildung - und mit dem Arena Campus Düsseldorf bringen wir dies nun zusammen", sagt Stadtdirektor und Sportdezernent Burkhard Hintzsche.

Die Studenten können zwischen einem Bachelor-Studiengang über sechs und einem Master-Studiengang über vier Semester wählen. Seminare sollen außer in der Arena auch in anderen Häusern der DCSE stattfinden. Voraussetzung für das Bachelor-Studium ist die Hochschulreife, für den Master der entsprechende Studienabschluss. Und das nötige Kleingeld: Für den Bachelor werden insgesamt 27.900 Euro, für den Master 24.9000 Euro fällig.

Semesterbeginn ist im Februar, die Bewerbungsphase beginnt im Juli. Anwesend sein müssen die Studenten einmal im Monat zum Blockseminar, studiert werden kann also auch neben dem Beruf.

Quelle: RP
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