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Olaf Schubert
"Suche das Sinnliche in großen Themen"

Langenfeld. Der Comedian, Mahner und Weltverbesserer möchte neue Wege gehen und zeigt das mit seinem aktuellen Programm: "Sexy Forever" in der kommenden Woche in Hilden. Wie "sexy" das wird, hat er im RP-Interview erzählt.

Herr Schubert, was verschlägt Sie in die rheinische Provinz?

Schubert Ein Mensch wie ich muss die Menschen überall erreichen. Ob alt, jung, dick oder doof - wenn die Menschen nicht zu mir kommen, muss ich zu ihnen kommen.

Ganz spontan: Wissen Sie wo Hilden liegt?

Schubert Hilden liegt grob gesehen zwischen Paris und Moskau. Ist das richtig so?

Ja, das stimmt. Ihr neues Programm heißt "Sexy Forever". Wann haben Sie gemerkt, dass die Leute mehr sehen wollen?

Schubert Dass die Leute mehr sehen wollen, habe ich schon sehr früh gemerkt. Bisher habe ich mich für meine Auftritte allerdings eher gebildet, mich auf komplexe, relevante Themen vorbereitet. Doch jetzt habe ich mich auch körperlich "gepimpt", wie man so schön sagt und fühle mich in der Lage, meine sinnliche Seite zu zeigen.

Wie setzen Sie das um? Wird Ihr Pullunder einen tieferen Ausschnitt haben?

Schubert Nein, keinesfalls, dessen bedarf es nicht. Ich bin ja kein Sexobjekt. Ich werde nach wie vor die großen Themen ansprechen, Lösungen bieten und dabei sinnliche Akzente setzen. Aber auch die Frage der Sexyness kritisch analysieren und gucken, kann das überhaupt jemand, Sexy Forever, also außer mir natürlich. Es wird allerdings auch ein paar, nun ja, sagen wir Tanzbewegungen geben.

Sonst bleibt alles beim Alten?

Schubert Wir arbeiten das erste Mal mit Bühnenrequisiten. Es wird eine Palme auf der Bühne stehen - ein Showelement, das haben die Leute noch nicht gesehen.

Der englische Name der Show zeigt, Olaf Schubert möchte internationaler werden: Wie kommt man von Hilden nach, beispielsweise, New York?

Schubert Wenn es sehr schnell gehen soll, braucht man gutes Personal und vor allem Geld. Oder Fantasie, um zumindest virtuell dahin zu gelangen. Ich versuche es natürlich über künstlerisches Niveau - wobei, wenn es mit New York nicht klappt, dann vielleicht mit Rumänien.

Auch wenn man Sie nicht kennt, warum sollte man in Ihre Show kommen?

Schubert Ich selber würde mich gar nicht angucken. Ich bin meistens ziemlich enttäuscht und kann kaum halten, was ich von mir selbst erwarte. Wenn allerdings sonst eh nichts los ist und auch nichts im Fernsehen kommt, kann man ruhig vorbeikommen. Es dauert nicht lange und tut nicht weh. Ein bisschen wie eine Vorsorgeuntersuchung - hinterher hat man einen Erkenntnisgewinn und der ist nach einer Olaf-Schubert- Show meist positiv.

Wie ist der Mann hinter Olaf Schubert?

Schubert Der moderne Mensch muss alles erfüllen: Er darf kein Langweiler, sollte aber familiär sein, ausschweifend und zugleich spießig. So bin ich als Privatier durchaus auch.

Wie viele Stunden in der Woche sind Sie Olaf Schubert?

Schubert Ich bin eigentlich immer auch Olaf Schubert. Und insofern auch schizophren - ganz schön, so bin ich immer zu zweit auf der Arbeit.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Schubert Das ist ja mal eine gute Frage. Also da sehe ich mich zehn Jahre vor der Rente. Aber sollte ich mal in Rente sein, würde mich das auch wieder anspornen, hart zu arbeiten - denn der Bundesolaf und Zentralschubert darf die Leute nicht einfach so allein lassen.

EIKE HÖVERMANN STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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