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Langenfeld
Süße Hüte kommen aus Langenfeld

Langenfeld. Das Unternehmen Cake XL organisiert im Mai eine internationale Tortenmesse in Dortmund. Von Iisabel Klaas

Der Durchschnittsmensch kennt Buttercreme-Torte, Schwarzwälder Kirsch, vielleicht noch Sachertorte und Frankfurter Kranz. Was aber auf der Internationalen Tortenmesse am 28. und 29. Mai in Dortmund zu sehen sein wird, sprengt jegliche Vorstellungskraft, verspricht Herbert Turin, einer der Organisatoren, der mit zwei weiteren Mitarbeitern das Event von Langenfeld aus steuert. Das Unternehmen Cake XL Am Wiesengrund organisiert ausschließlich Torten-Messen, die nach dem Erfolg im vergangenen Jahr nun regelmäßig stattfinden sollen. Immerhin zählte die letzte Messe laut Turin 12.000 Besucher.

Mit unter den 70 Ausstellern aus aller Welt ist in Dortmund auch die "Torten-Boutique" aus Langenfeld, Lieferant ausgefallenen Deko-Materials, das das beliebte Backwerk zum Design-Objekt für festliche Gelegenheiten adelt.

Die Messe soll zeigen, dass nicht nur Frankreich, Italien, Spanien und England Wert auf ungewöhnliche Zier aus Zucker legen, sondern ab sofort auch Deutschland. Weg von kandierten Früchten und Schokostreusel als einzig denkbarer Garnitur, hin zu Airbrush-Technik, Blüten, Rosetten und Schnörkeln aus Fondant, zu essbaren Schuhen, Handtaschen und Oblaten mit Mickey Mouse - so lautet die Devise in Dortmund. Alles natürlich verzehrbar. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Da krabbeln Marzipan-Hummer aus Torten wie aus einem Wasserbecken, umflort Fondant das cremige Terrassen-Kunstwerk wie pastellfarbener Tüll. Da blühen Kamelien in Knallrot auf dem schneeweißen Hochzeitskuchen, wird ein knallrosa Objekt von grünem Bambus umrahmt. Es gibt Torten, die sind wie schmutziges Geschirr aufgetürmt, und andere, die wurden in Klöppel- Spitze eingepackt.

"13 Länder zeigen auf der Messe, dass es viel mehr gibt als Käsekuchen", sagt Turin. 180 der tollsten Exemplare sind zu sehen und sollen die Fantasie anregen. Bei einem Wettbewerb werden die ausgefallensten gekürt. Und mehr noch: Die Besucher können sich in Workshops selbst an der kunstvollen Verzierung üben.

Peggy Porschen ist eine von vielen Tortenkünstlern. Laut Turin arbeitet sie fürs britische Königshaus und zeigt am Messe-Samstag in der Zeit von 11 bis 16 Uhr, wie man aus einem schlichten Tassen-Kuchen (Cupcake oder Muffin) ein optisches Wunderwerk schafft und was man dazu braucht.

Man erlebt, wie Könner aus gezogenem Zucker eine Airbrush-Optik zaubern. "Das funktioniert wie beim Glasblasen", sagt Turin. "Am Schluss mag man gar nicht glauben, dass diese Kunstwerke nicht aus Knete sind", sagt Turin.

Vor zweieinhalb Jahren hat Claudia Iffert, Geschäftsführerin der Tortenboutique in Langenfeld am Winkelsweg, ihr Unternehmen dort eröffnet. Auch sie wird in Dortmund dabei sein. Die leidenschaftliche Kuchengestalterin, die aus Brasilien stammt, gibt auch Workshops in Langenfeld und zeigt, wie kunstvoll man eine Torte gestalten kann. Zu ihren Kunden zählen auch Konditoren. Von deren Ausbildung unterscheide sich die des Kuchendesigners ganz wesentlich. Letzterer kreiere in der Regel deutlich ausgefallenere Dekorationen, der Konditor kümmere sich da eher um das eigentliche Backen, sagt sie.

Ihre Liebe zum Kuchen und auch zum Backen hat Iffert nach eigenen Angaben durch ihre Kinder entdeckt. "Das war noch in Brasilien, wo ich auch meine Ausbildung gemacht habe", sagt sie. Es gebe nichts Schöneres, als für die eigenen Töchter und Söhne einen Kuchen zu machen. Auch in ihrem südamerikanischen Heimatland betrieb sie eine Tortenboutique.

Quelle: RP
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