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Fünfte Jahreszeit
Supermänner eröffnen die Session

Fünfte Jahreszeit: Supermänner eröffnen die Session
FOTO: Matzerath Ralph
Monheim/Langenfeld. Monheimer und Langenfelder sind in die fünfte Jahreszeit gestartet - mit Schelmenwecken und Straßenkarneval. Von Petra Czyperek und Heike Schoog

Das Schelmenwecken gestern in Monheim war ein bisschen so, als zappe man kreuz und quer durch das Kinderprogramm. Alle waren - mit der passenden Musik unterlegt - da: Bob der Baumeister (Gernot Paeschke), Hulk (Bernd Meyers), Superman (Bürgermeister Daniel Zimmermann) und Bibi Blocksberg (Vanessa Klein). Nicht nur die Pänz aus den umliegenden Kitas schwangen begeistert ihre Rasseln und Tambourine, auch die erwachsenen Karnevalisten hatten richtig viel Spaß.

Kinderschelm (Maike Schreiber) hatte die telegenen Gäste zu einer wilden Party eingeladen, weil es ihr zusammen mit dem großen Schelm (Alex Iffland) einfach zu langweilig gewesen war. Und der jammerte nach dem Aufwecken über die Unruhe im Schelmenturm: "Ich brauch doch meinen Schlaf!" Der Kinderschelm konterte kess: "Der Opa soll sich nicht mal so anstellen." Schließlich seien die ganzen Bilderbuch- und Comic-Helden nur gekommen, um Monheim zu helfen. So wie Gernot der Baumeister, der den ganzen Tag im Schelmenturm sitze, nach Baulücken in der Stadt Ausschau halte und ganz aufgeregt sei, wenn er wieder irgendwo bauen dürfe. Oder Superman Daniel, der gegen das Kommunalsoli-Gewerbesteuer-Absaugmonster kämpfen wolle. Sie alle füllten ihre Rollen mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Selbstironie aus.

Mit bunten Kopfbedeckungen haben die Langenfelder die neue Session begrüßt. Der Hulk (oben; Bernd Meyers) gehört zu den Partygästen des kleinen Schelms in Monheim FOTO: RALPH MATZERATH

Schön gruselig anzusehen und grün geschminkt zerrten die Altstadtfunken schließlich den mit Ketten gefesselten Hulk Bernd aus dem Turm. Er sollte die Lottenschule und alle alten Gebäude in der Stadt kaputthauen, um Geld für die Abrisskosten zu sparen. Selbst Gromoka-Präsident Moritz Peters wurde da ein wenig bange. Zum Glück konnte Bibi Blocksberg das grüne Ungetüm mit einem Zauberspruch beruhigen: "Neues muss zwar manchmal sein, doch hau nicht alles kurz und klein. Hex, hex". Weniger hexisch, dafür aber majestätisch-jeck eröffnete Heinrich Klassen, Präsident der Prinzengarde, die jecke Session in Langenfeld. Er blickte von der RP-Bühne aus auf ein Meer wippender roter Perücken, klassisch-stolzer Narrenschiffchen, Clownshütchen und wärmender Wollmützen. Eines hatten die Besucher vor der Stadtgalerie gemeinsam: Sie wippten mit den Füßen, schunkelten und schmetterten die Karnevalssongs, die die Bonner Gruppe "Op zack" anstimmte. "Danach habt ihr euch gesehnt", sagte Bürgermeister Frank Schneider. "Dass es endlich wieder losgeht mit dem Karneval." Der erste Mann der Stadt entlockte den Besuchern auch das erste kräftige "Helau der Session" und bedankte sich bei Prinz André I. und Prinzessin Sophie I., die gestern ihren letzten Auftritt als amtiernde, närrische Regenten hatten. "Ihr habt uns super vertreten", so Schneider und grüßte gemeinsam mit den Jecken "die ganze Welt vom Karneval in Langenfeld".

Der Prinzenclub und der Club der ehemaligen Prinzen- und Traditionspaare hatte die Veranstaltung gestemmt. "Das finanzieren wir alles selbst", sagt Literat Manfred Lüdemann, selbst einst ein Prinz und Initiator des öffentlichen Karnevalsweckens. Reiner Hodel, Chef der Ex-Prinzen, freute sich auf schöne Sitzungen, volle Säle und hoffte, dass die Freundschaften unter den elf Langenfelder Karnevalsvereinen hält. "Denn wir haben nur ein Ziel: Feiern." Das wollte auch Hannelore Räkel. Sie ist mit Eulenspiegel-Kappe und lustigem Schal ausgerüstet zum Galerieplatz gekommen, begleitet von Freunden. "Wir wollen Spaß haben, lustig sein, schunkeln, tanzen und fetzige Musik hören." Das wollte auch Lisa Hartmann aus Solingen. Sie ist die Schwester von Op-Zack-Frontmann Alex Stevens und tanzte ausgelassen zur Musik.

Quelle: RP
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